Herbstliche Gartenarbeiten

Ja, es wird nackig im Garten. Da wir ja große Pläne für den Gemüsegarten 2015 haben, laufen bereits jetzt schon die Vorbereitungen. Rasenfläche wird abgetragen, die alten Beete kommen weg. Tomatenstauden sind bereits in der Biotonne.

Ich bekomme nagelneue (selbstgemachte) Hochbeete aus Beton. Die Schwiegermama hat bereits welche und ist begeistert. Schnecken finden Beton irgendwie nicht so prickelnd und praktisch sind sie sowieso. Über den Schönheitsfaktor lässt sich streiten, aber auch da habe ich schon Pläne (Mosaik und so)… Des weiteren soll ein Gewächshaus und ein Gartenschuppen folgen. Ich habe ja bereits erzählt. 

Der Platz für den Gartenschuppen steht und wir haben auch bereits ein bisschen begonnen. Es macht mich total glücklich und ein bisschen hibbelig, dieses Schaffen und Tun. Diese Pläne schmieden und umsetzen. Ich bin so froh, dass der Liebste mich damit so sehr unterstützt.

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Die meisten Töpfe, die Schaukel und auch der Sandkasten des Herbstmädchens sind bereits winterfest gemacht und verräumt. Ein wenig wehmütig macht mich das schon, aber ich mag dieses Wegräumen im Herbst, diese Einstimmung auf die kalte, dunkle Jahreszeit. Und ebenso das hervorholen im Frühjahr. Dieser Kreislauf ist wichtig für mich.

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Selbstständig – der Learning Tower

Das Herbstmädchen freut sich immer wenn sie etwas alleine schafft, dabei möchten wir sie unterstützen und genau diese Selbstständigkeit auch fördern. Sei es beim Essen oder bei ihren Entwicklungsschritten.

Zum 1. Geburtstag (der nun schon wieder fast zwei Monate (!) zurückliegt hat das Herbstmädchen einen “Learning Tower” geschenkt bekommen und wir nutzen diesen mit Begeisterung. Sie kann selbstständig rauf und runterklettern und mir beim kochen zusehen oder selbst mit Löffel und Schüssel hantieren. Sie beschäftigt sich also und ist trotzdem mitten im Geschehen.

Vorher war Kochen teilweise ein Kraftakt. Entweder nur möglich wenn sie im Tuch war oder geschlafen hat. Sie stand zu meinen Füßen und hielt mir die Arme entgegen “Mama hochnehmen”. Das ist natürlich nicht immer möglich, wenn man gerade Zwiebeln anbraten möchte. Jetzt kann ich sie also da beschäftigen wo ich auch gerade beschäftigt bin. Entweder mit (selbstgemachter) Knete, Wasser oder Töpfen etc…

Wer nicht den Luxus hat, den Learning Tower von einer lieben Freundin gebaut zu bekommen, kann hier eine Bauanleitung finden.

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Kann man das noch essen?

Kürzlich war eine sehr interessante Doku auf ARD zu sehen. Kann man das noch essen?
Es ging kurzgefasst darum, wieviel Lebensmittel jeder Deutsche jährlich in den Müll wirft. 82 kg durchschnittlich. Das ist Wahnsinn oder?
Wer hat daran Schuld?

Die Hersteller, die ein Mindesthaltbarkeitsdatum von – meist zu kurzer – Dauer angeben.
Die Verbraucher, die alles frisch und neu haben möchten.
Oder auch die Politik? Die Milchwirtschaft? Die Fleischindustrie?

Ich fürchte jeder hat sein Päckchen zu tragen. Der eine mehr, der andere weniger.

Fakt ist, und das ergaben auch die Tests in der Dokumentation, das Mindeshaltbarkeitsdatum sagt beinahe nichts über den Zustand der Lebensmittel aus. Es ist lediglich ein Hinweis, eine Garantie, dass es bis zu diesem Datum sicherlich noch „gut“ ist. Aber auch Lebensmittel die das MHD überschritten haben, sind durchaus noch genießbar und keinesfalls gesundheitsschädigend wie anscheinend bei vielen Menschen – wenn auch unterbewusst – verankert ist.

Frische Lebensmittel kann man übrigens vor schnellem Verfall oder Verderb schützen. Ein wichtiger Punkt – Sauberkeit und Hygiene im Kühlschrank. Ich gebe zu, auch bei uns wird das mal vernachlässigt. Im Alltag bleibt oft keine Zeit um den Kühlschrank einer Grundreinigung zu unterziehen. Nachdem ich den Bericht gesehen habe, bin ich allerdings sofort in die Küche und habe angefangen. Denn sind erstmal Schimmelsporen im Kühlschrank, verbreiten die sich natürlich auch auf Lebensmittel die noch gut sind.
Weiter wichtig ist die richtige Lagerung im Kühlschrank. Hier kann man unter anderem nachgucken wo was wie gelagert werden soll.

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Wird weniger eingekauft – weil unsere Lebensmittel nicht so schnell verderben, dann werden das vielleicht auch die Konzerne irgendwann zu spüren bekommen und es wird sich hoffentlich etwas an der ganzen Problematik ändern.

Was uns außerdem gut hilft, ist nach Plan einzukaufen. Sicher, das klappt nicht jede Woche, aber immer wieder und dann ist es wirklich ein gutes Gefühl. Essenpläne schreiben, Einkaufsliste schreiben und gezielt einkaufen. So landet weniger im Müll und man spart zudem bares Geld.

Ein weiterer Filmtipp – Taste the Waste. Ich habe bereits öfter darüber berichtet. Sehr sehenswert!

Nachhaltigkeit mit Baby – Teil 1

Ich möchte mit einer kleinen Serie starten. Nachhaltiges, plastikfreies (oder zumindest reduziertes) Leben mit Baby/Kleinkind. Ich finde gerade dieser Lebensbereich ist so voll mit Dingen die man nicht braucht, Dingen die uns von der Werbung als “super wichtig” suggeriert werden. Und eigentlich ist es so wenig was man tatsächlich braucht. 

Wir verwenden seit kurzem auch für unterwegs keine gekauften Fruchttücher mehr. Warum auch? Kostet nur Geld und Ressourcenist weder gesund noch gut für den Ökologischen Fußabdruck.

Stattdessen machen wir jetzt unsere Feuchttücher selber. Zuhause verwenden wir bereits seit Anfang an Mullwaschlappen (oder auch Mullwindeln in kleinere Teile geschnitten) mit Wasser. Für unterwegs wollte ich aber gerne etwas praktischeres.

Nun bin ich auf ein Rezept gestoßen, das mich absolut begeistert und überzeugt hat.

Ich bereite das alle zwei Tage morgens vor und komme gut damit aus. Man benötigt:

5-10 Waschlappen, Tücher etc.

1 TL Kokosöl

heißes Wasser

evtl. einen Minispritzer Duschgel/Babybad oder ähnliches

(zusätzlich kann man auch CalendulaPflege etc. zugeben, muss man aber nicht)

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In dem heißen Wasser löse ich Kokosöl und Duschgel auf und weiche dann die Tücher ein. Wenn sie abgekühlt sind, drücke ich das meiste Wasser aus und gebe die Tücher in eine Box die dann in den Wickelrucksack kommt. Die benutzen Lappen kommen zusammen mit der Windeln in den Wetbag und werden dann zuhause einfach mitgewaschen. Kokosöl ist wasserlöslich und somit auch für die Stoffwindelwäsche geeignet.

Der Aufwand ist verschwindend gering. man kennt die Inhaltsstoffe und sowohl Babys Popo als auch die Umwelt dankt es einem.

Es ist so einfach. Es sind nur Kleinigkeiten, aber wenn jeder klein anfängt schaffen wir zusammen etwas Großes!

Projekt – Vordach

Als wir vor drei Jahren ziemlich genau angefangen haben unsere Holzhütte zu bauen war uns klar, dass so ein Haus nicht mit einem Mal fertig ist. Immer wieder gibt es etwas zu tun und das ist auch gut und schön so. Wir haben schon so viele geschafft und gearbeitet und noch ganz viel auf vor. Im September haben wir es nun endlich geschafft ein großes Projekt fertigzustellen und sind total glücklich mit dem Ergebnis. Da der Großteil unseres Gartens auf der Südseite ist haben wir relativ wenig (bis keine) Schattenflächen. Diesen Sommer haben wir Abends immer hinterm Haus gegessen, wenn dort bereits der Schatten war. Da es aber für uns keine Dauerlösung war die Terrasse den ganzen Sommer zu meiden musste nun eine Lösung her. Wir haben lange überlegt, Sonnensegel, Vordach aus Glas oder mit Dachziegeln. Nach etlichen Pro und Contra Listen wurde es nun ein Glasdach. Im Frühjahr wird das noch mit Stoff bespannt und dann kann man es hoffentlich gut aushalten. Wir haben außerdem bereits wilden Wein gepflanzt der eine Seite begrünen soll. Die Schwiegereltern/Eltern waren uns eine große Hilfe, das ist wirklich schön und wir sind ihnen so dankbar!

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