Erinnerungen

Seit mein Opa nicht mehr bei uns ist, erinnert mich so vielen an ihn. An meine Kindheit. Die stark geprägt von ihm und meiner Oma ist. Schon als kleine Kinder hatten meine Schwester und ich ein sehr inniges Verhältnis zu den beiden. Unser Opa fuhr mit uns Bulldog (oder auch Traktor – für die Nichtbayern unter uns…), wir durften auf dem Hänger mitfahren (undenkbar in der heutigen Zeit), im Stall beim füttern helfen und über seine Witze lachen. Die seit 20 Jahren zwar die gleichen waren, aber das war egal.

Er hatte unglaublich viele Hobbys, Fingerhakeln, Eisstockschießen, Schnupftabak schnupfen und Oldtimer-Bulldogs sammeln. Sehr bayerisch irgendwie. Sehr bodenständig. Und ein Teil von mir.

Wenn ich jetzt an ihn denke, habe ich so viele Bilder vor Augen, in denen er den Schnupftabak im ganzen Gesicht verteilt hat oder Besen aus Reisig bindet. Diese Kindheit mit ihm war wunderschön und hat mein Leben nachhaltig beeinflusst.

Und jetzt. Sind diese Erinnerungen ganz tief in mir. Ich erzähle dem Herbstmädchen davon und zeige ihr jedes Mal wenn wir die Oma besuchen, den großen leerstehenden Hof. Die Apfelbäume und die Weinreben die mein Opa gepflanzt hat. Die Nussbäume und die Ställe die er gebaut hat. Er hat eine sehr große Lücke hinterlassen und ich denke so oft an ihn… Es ist nun schon fast einen Monat her,seit er nicht mehr hier bei uns ist. Die Zeit rast… So sehr…

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Kürzlich habe ich mein Lieblingsfoto von ihm, meiner Schwester und mir (plus Herbstmädchen im Bauch) vorgekramt!!! Ich könnte es den ganzen Tag anschauen…

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noch mehr Herbstschätze

Was ist das für ein tolles Gefühl, wenn endlich wieder ein Lächeln auf den Lippen liegt. Bei allen. Das Herbstmädchen ist gesund und alles ist gut. Das Wetter könnte etwas schöner sein, aber Wind und Regen gehört nunmal dazu, zum Herbst.

Gerade jetzt nach dem Krankenhausaufenthalt machen wir es uns drinnen richtig gemütlich. Mit Äpfeln und Nüssen. Und viel Tee.  Mit neuen Spielideen, viel Bücher ansehen am liebsten in unserer Kuschelecke im Kinderzimmer.

In dieser Ecke steckt so viel Liebe. Die rote Decke habe ich in der Schwangerschaft gehäkelt, viele Stunden und viel Schweiß später war sie endlich fertig. Die meisten Kissen habe ich selber genäht. Das wundervolle Schafkissen habe ich von einer ganz lieben Blogleserin bekommen, tausend Dank dafür!!!

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Ansonsten muss man sich einfach dick einpacken und versuchen wenigstens ein paar Minuten täglich an die frische Luft zu kommen.

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Herbst, ich mag dich!

Tragen in der kalten Jahreszeit – mit Verlosung

Tragen ist schön, gesund und kuschelig. Gerade und vor allem in der kalten Jahreszeit. Ich habe ein paar Ticks um Empfehlungen gesammelt und am Schluss noch eine ganz besondere Verlosung für euch vorbereitet.

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Einige grundsätzliche Regeln zum Tragen im Herbst/Winter

  • Das Baby/Kleinkind soll auf jeden Fall dicht am Körper getragen werden. So kann man sich gegenseitig wärmen. Zudem spürt man sehr schnell ob das Kind friert oder schwitzt.
  • Eine Gesichtsseite des Kindes muss immer frei bleiben. Man sollte auch immer darauf achten, dass man als Tragender keine bauschigen Schals oder fusselige Kleidung anzieht, damit das Kind frei atmen kann.
  • Es gibt Schutzcremes die das Gesicht der Zwerge vor kalten Temperaturen und Wind schützt. Beispielsweise von Stadelmann-Natur die aus Ringelblumen, Mandelöl und Bienenwachs besteht
  • Geeignete Kleidung sowohl für das Kind als auch für den Tragenden:

Die Haut ist unser größtes Organ und somit empfindlich für Kälte oder Wärme für Feuchtigkeit und Trockenheit und für Berührungen. Die Wahl der richtigen Kleidung kann die Funktion der Haut und somit das Wohlbefinden beinträchtigen. Naturmaterialien helfen der Haut dabei. Es gibt verschiedene Naturmaterialien (hier habe ich schon einmal über unseren Babykleiderschrank berichtet).

Welche Naturmaterialien gibt es?

Wolle/Schurwolle: 

hier handelt es sich um Wollhaare die vom lebenden Tier gewonnen werden und ist nicht kratzig, sehr weich und leicht.Wolle ist temperaturausgleichend und besonders atmungsaktiv. Sie nimmt mehr als ein Drittel ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit auf ohne sich feucht anzufühlen und kühl trotzdem nicht aus. Und zusätzlich wirkt sie durch ihren Restwollfettgehalt antibakteriell.

Seide

isoliert gegen Wärme und Kälte und gilt als besonders hautfreundlich. In Kombination mit Wolle – unschlagbar

Baumwolle

Herkömmliche Baumwolle (ohne kba) wird i.d.R. mit Kunstharzen, Farben und Chemie behandelt. Somit handelt es sich meistens nicht um 100% Baumwolle. Auch wenn das auf dem Etikett steht.  Hier besser auf Produkte aus kontrolliert biologischem Anbau zurückgreifen.

Die meisten unserer Klamotten bestehen tatsächlich aus Wolle/Seide oder reiner Schurwolle. Wir fahren damit sehr gut und genießen wirklich die Vorteile davon. Sicherlich kostet ein Body aus Wolle/Seide gefühlt viel mehr als einer aus Baumwolle, allerdings bin ich der Meinung, es reichen i.d.R. drei bis vier Bodys, da diese nicht täglich gewechselt und gewaschen werden müssen. Ein Body kann gut und gerne ein paar Tage getragen werden und dann reicht auslüften, sofern er keine groben Verschmutzungen aufweist. Also auch ziemlich pflegeleicht.

Je nach Wetterlage also im Zwiebellook, beispielsweise so wie meine Tragepuppe – die Gretl – hier:

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Body aus Wolle/Seide – Cosilana

Strumpfhose aus Schurwolle – Alana (gibt es bei DM)

Schurwollleggins drüber – Disana

Schurwolljacke (oder Schlüttli) drüber –  Disana

Mütze aus Schurwolle – Disana

warme Schuhe mit Gummizug oben, aus Schurwolle – Pickapooh (evtl. noch Stricksocken darunter)

So würde ich nun auch bei Minusgraden rausgehen. Natürlich folgendes darüber:

  • Tagetuch oder Tragehilfe – ganz wichtig – diese ersetzt eine Schicht Kleidung!!!
  • Geeignete Tragekleidung:

Es gibt mittlerweile sehr viele unterschiedliche Systeme, Materialien und Hersteller. Hier kann ich natürlich keine allgemeine Empfehlung aussprechen, da jeder andere Bedürfnisse hat. Es Tragewesten, Tragemäntel und Jacken, Trageponchos und Tragecover. Am besten testet man sich tatsächlich durch. Entweder bei einem Tragetreffen, dass es mittlerweile in vielen Städten gibt oder bei einer Trageberaterin. Sollte dies nicht möglich sein, hilft nur sich vorher ein bisschen einzulesen und dann zu entscheiden. Es gibt beinahe alles, von leicht bis warm, von atmungsaktiv bis wasserabweisend. Elegant, Extravagant, Sportlich, schlicht, teilbar, mit Fleece, mit Einsätzen, für Bauch und Rücken, aus Softshell, aus Wollwalk oder Microfaser etc.

Gerade die ganz kleinen dürfen keinesfalls ÜBER der Jacke getragen werden. Bitte immer unter die Jacke des Tragenden, damit sie von der Körperwärme profitieren können. Wer sich nicht extra Tragekleidung kaufen möchte oder kann, darf natürlich auch einfallsreich werden. Selber stricken, häkeln (im Internet gibt es verschiedene Anleitungen) oder nähen. Oder unter die große Jacke vom Papa.

Was man übrigens ebenfalls nicht machen sollte: Schneeanzug unter dem Tragetuch. Die wärmende Luftschicht des Anzuges drückt sich durch die Festigkeit des Tuches zusammen und wärmt damit kein bisschen mehr. Greift lieber zum Zwiebelprinzip oder einem Walkanzug.

Wir haben im vergangen Herbst/Winter entweder mit Tragecover oder einem Tragepulli getragen.

Ein ganz besonderes Tragecover möchte ich euch heute vorstellen und dann auch direkt verlosen. Die wirklich sympathische Firma Mamalila stellt wunderschöne Tragejacken und Cover her und hat sich bereiterklärt eines ihrer tollen Stücke für meine Leser zur Verfügung zu stellen. Ich bin absolut begeistert von dem Design, der Handhabung und der Qualität.

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Was ihr dafür tun müsst? Ich habe mir dieses Mal etwas besonderes überlegt und hoffe ihr macht alle fleißig mit. Schickt mir euer liebstes Tragefoto (gerne auch ohne Gesichter, von vorne, von hinten, von oben, von unten etc…  ) Die fünf schönsten Fotos werde ich hier auf meinem Blog und meiner Facebook-Seite veröffentlichen (mit eurer Erlaubnis) und dann darf mein Glücks-Herbstmädchen den Gewinner ziehen. Schickt mir das Foto bis zum 31.10.2014 auf Sabrina @ glueck-im-tuch.de.

Ich freue mich und bin sehr gespannt!

Das Schönste

Wisst ihr was das Schönste auf der Welt ist?? Wenn man mit seinem gesunden Kind zuhause sein darf!!

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Die letzten Tage haben wir leider in der Kinderklinik verbracht. Sehr hohes Fieber, ein apathisches Herbstmädchen… Untersuchungen und Rätselraten. Dann die Erlösung, Dreitagesfieber. Seit gestern geht es bergauf und heute durften wir endlich, endlich nach Hause.

Ich kann euch nicht sagen, wie unglaublich erleichtert ich bin. Und wie froh, dass wir noch stillen und dass wir tragen. Ich wüsste nicht, wie wir die Tage sonst überstanden hätten. Seit Freitagabend hat das Herbstmädchen quasi nichts gegessen, aber ordentlich gestillt. Danke liebe Natur, dass du das so wundervoll eingerichtet hast!

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Herbstlicher Flammkuchen

Der Kühlschrank gibt gerade allerhand buntes, herbstliches her. Gestern haben wir daraus den weltleckersten Flammkuchen gezaubert! Mir läuft schon wieder das Wasser im Mund zusammen wenn ich daran denke. So habe ich ihn gemacht:

Teig:
300gr frisch gemahlenes Dinkelmehl
50gr Dinkelgries
25ml Olivenöl
1pkg Hefe
200ml lauwarmes Wasser
(Salz/Zucker lasse ich wegen dem Herbstmädchen weg)

Kneten, ausrollen

Soße:
100ml Hafermilch
4EL Sojajoghurt
1EL Mandelmus
2EL Hefeflocken
Bisschen Wasser
(Salz) Pfeffer Muskat

Belag:
Was der Kühlschrank hergibt, bei uns war das:
Rote Beete
Kürbis
Roter Zwiebel
Champions
Lauch
Paprika

Alles in dünne Scheiben schneiden auf Soße und Teig verteilen und 20-25 min bei 200 grad in den Ofen. Wer möchte kann auch noch Käse drüberstreuen.

Fertig!

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