Internationaler Hebammentag

Heute ist internationaler Hebammentag. In vielen Städten gibt es Demos – wenn ihr vor Ort seid, geht ihn. Jede/r ist wichtig.

Die Situation ist noch immer nicht geklärt, es steht in den Sternen wie es weitergehen wird.

Für mich war meine Hebamme so unendlich wichtig. Vor und nach der Geburt und vor allem während der Geburt. Sie hat einen großen Teil dazu beigetragen, dass die Geburt des Herbstmädchens eine wunderschöne Erinnerung ist.

Für alle die heute noch spontan helfen wollen

http://www.hebammenverband.de/aktuell/aktionen/aktionen-5-mai-2014/

Hier findet ihr Flyer zum ausdrucken und verteilen:

http://www.hebammenunterstuetzung.de/flyer/

http://ge.tt/2iEDgfK1?c

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Ein kleiner Rückblick…

Zeit und Raum sind irgendwie verschoben. Wir sind immer noch ganz eingehüllt in Babyduft und Babyrhythmus. Es ist schon etwas ganz besonderes für so ein kleines perfektes Wesen da zu sein. Da sein zu dürfen. Ich kann mein Glück noch immer nicht fassen. Das diese Schwangerschaft gut gegangen ist und das bezaubernste Herbstmädchen weit und breit nun bei uns ist. Was habe ich für Ängste ausgestanden. Im Januar, der positive Test. Die ersten Tage waren Horror. Nicht die Freude überwog, sondern die Angst das die Schwangerschaft nicht gut geht. Ich habe mir einen Schutzstein gekauft, den hielt ich immer in Händen wenn mich die Angst wieder überkam. Nach zwei Wochen fing die Übelkeit an, Mitte Januar… Und mein Chef machte Probleme. Somit ging ich den Krankenstand, was natürlich bedeutete dass ich noch mehr Zeit hatte nachzudenken. Ich musste aber irgendwie mit meiner Angst klar kommen und hab mir verschiedene Methoden überlegt. Der Stein, er half mir. Als nächstes hab ich mir einen Kalender zugelegt auf dem ich die Wochenschritte eingetragen habe und jeden Morgen einen Tag abhaken konnte. Jemand sagte mir mal, leb von Tag zu Tag… Jeder Tag den du schwanger bist, ist wieder ein Tag den du geschafft hast, der dich deinem Baby näher bringt. Das half mich komischerweise. Wie oft bin ich über den Kalender gefahren und habe mir vorgestellt wie es wohl in ein paar Wochen ist. Wie wird mein Bauch aussehen an meinem Geburtstag im April? Wie sehe ich hochschwanger aus? Wie fühlen sich Tritte vom Baby an… All diese Gedanken schwirrten in meinem Kopf. Tag für Tag. Stunde für Stunde. Jeden Abend habe ich Stoßgebete in den Himmel geschickt „Bitte lass dieses Baby gesund sein.. und gesund auf die Welt kommen“… Jeden Abend hab ich mit dem Baby in  meinem Bauch geredet, ihm gesagt wie sehr ich es liebe und wie unglaublich wir uns freuen es kennenzulernen.

Ich weiß noch wie heute als der für mich entscheidende Ultraschalltermin anstand… Ich habe gezittert, den ganzen Tag. Der Liebste war mit dabei und wir hörten, alles in Ordnung. Das Baby ist 2,32cm groß. Das war Mitte Februar. Zwei Wochen später war die Übelkeit leider noch immer nicht vorbei bzw. hat ihren Höhepunkt erreicht und ich musste für fünf Tage stationär ins Krankenhaus weil ich sogar Wasser brechen musste. Bei der Abschlussuntersuchung war unser kleines Würmchen schon stolze 5,90cm und sah aus wie ein Mensch. Nicht mehr wie eine Erdnuss. Danach wurde auch langsam die Übelkeit besser, die Lebensgeister kehrten zurück und der Bauch fing an zu wachsen. Die schönste Zeit der Schwangerschaft… Auf den ersten Tritt musste ich allerdings ein wenig warten. Meine Vorderwandplazenta war dabei nicht sehr hilfreich. Und schon kamen die nächsten Ängste auf. Mal spürte ich zwei Tage gar nichts, dann wieder wackelte der Bauch. Oft, ganz oft legte ich mich auf den Rücken ins Bett, ganz ruhig, die Hände auf dem Bauch und redete dem Baby zu, es soll einfach einmal stupsen, damit ich weiß das es ihm gut geht. Und in den meisten Fällen hat das geklappt. Tausend Dank liebes Baby!

Anfang Mai haben wir erfahren das unser kleines Wunder ein Mädchen ist. Was für eine Freude. War es doch mein größter Wunsch ein Mädchen zu bekommen…. Kurz darauf hatte ich den ersten Termin im Geburtshaus, schon da stand fest, ich möchte unser Mädchen dort zur Welt bringen. Es folgten ein paar sehr schöne Wochen bzw. Monate, Sommer, Faulenzen, Schwangerschaft genießen. Das ein oder andere Wehwehchen und die Hitze waren eher unschön, aber im Nachhinein betrachtet sind die Strapazen schon wieder völlig vergessen. Immer wieder jedoch die Angst, was, wenn doch noch etwas passiert. Zu oft habe ich von Horrorgeschichten gelesen. Die Angst das noch etwas schief geht, kurz vorm Ziel war richtig groß. Je näher der Geburtszeitpunkt gerückt ist. Das hatte allerdings ein Gutes, Angst vor der Geburt hatte ich keine.

Die letzten Wochen vor der Geburt waren geprägt von diesem bevorstehendem Ereignis, der dicke Bauch, Termine bei der Hebamme, Nachfragen von Bekannten und Verwandten. Es wurde Ernst… Und meine Angst noch immer da.

Als die Geburt losging war diese Angst allerdings völlig verflogen, ich habe mich einfach nur darauf konzentriert das ich bald mein kleines Mädchen im Arm halten werde. Ein kleines, gesundes Herbstmädchen. Und so kam es auch.

Hach, beinahe hab ich Tränen in den Augen wenn ich das hier so abtippe. Aber es befreit mich doch ein Stück. Die Angst ist weg, einer anderen Angst gewichen. Bin ich eine gute Mutter? ist das Mädchen gesund… ? Das sind die Gedanken die mich manchmal quälen. Aber ich vertraue einfach und versuche ganz ganz positiv zu denken. Und immer wenn ich unsere Tochter ansehe, weiß ich das alles gut ist. Und weiterhin gut sein wird!

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