Körpergefühl nach der Schwangerschaft

Heute ist unser Herbstmädchen schon wieder drei Wochen (!!!) alt. Jung… Je nachdem.

Und langsam aber sicher habe ich wieder einen Kopf und ein Gefühl für meinen Körper. Während der Schwangerschaft habe ich zwar schon aufgepasst, was ich esse, aber die Gelüste waren einfach manchmal stärker als der Verstand. Es ist also auch viel ungesundes Zeug in mich gewandert. Eis, Schokolade, Chips… Die Liste ist lang. Während der Schwangerschaft habe ich mich nicht zurückgehalten, wenn ich Hunger hatte, hab ich gegessen. Wieviel ich schlussendlich zunehme war mir tatsächlich egal, das krieg ich schon wieder runter. Als der Zeiger der Waage allerdings die 80Kg Marke gekratzt hat (Startgewicht 62kg) musste ich doch erstmal etwas schlucken. Ein Glück haben wir keine Waage  zu Hause.

Fünf Tage nach der Geburt war ich bereits bei 72kg, kein schlechtes Ergebnis. Seitdem habe ich wieder vermehrt darauf geachtet, gesunde Lebensmittel zu essen. Sicherlich ist auch mal Schokolade oder eine Handvoll Chips dabei, aber eben keine ganze Tüte mehr. Dazu fehlt sowieso die Zeit.

Letzte Woche schon habe ich mir aber vorgenommen (und bisher eingehalten) wieder ganz gesund zu leben. Industiezucker, Weizen etc. wieder von meinem Ernährungsplan zu streichen. Bisher fahre ich ganz gut (bis auf ein paar Dinkelmuffin-Ausnahmen) damit. Der Liebste strebt ja bereits die nächsten 30 Tage vegan (nach Attila Hildmann) an, die haben uns damals einfach so unglaublich gut getan. Allerdings möchte ich in der Stillzeit ungerne soviele Sojaprodukte zu mir nehmen. Deshalb sehe ich das kritisch. Vielleicht können wir das irgendwie kombinieren, anders gestalten. Je nachdem. Kochen macht mir – sofern ich zwischen stillen, wickeln und tragen  Zeit finde – wieder mehr Spaß. Klar, im Herbst kann man einfach herrliche Gerichte zaubern. Kürbischili, Kürbislasagne. Es gibt frische Birnen, Äpfel, Nüsse…

Gestern zeigte die Waage dann 69kg an. Hurra. Aber nicht das ihr denkt, mir wäre das jetzt superwichtig wieviel ich wiege. Gar nicht, ich möchte nur meine tollen Herbstklamotten anziehen können. Das geht schon fast. Wichtiger ist mir, wieder einen gesunden, vitalen Körper zu haben. Schließlich hat da auch das Herbstmädchen was davon. Mal sehen wieviel ich davon umsetzten kann, wenn der Liebste nächste Woche wieder im Büro ist. Ich werde weiter berichten.

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Holzhütteneinblicke

Immer mal wieder zeige ich euch ein paar Einblicke in unsere Holzhütte. Und weil wir vor einer Woche eine neue Couch bekommen haben, dürft ihr mal wieder durchs Schlüsselloch gucken.

Nicht nur die Couch ist neu, auch die Nonomo hängt endlich. Ich finde unser Wohnzimmer hat nun ein ganz anderes Gesicht, aber ich mag es sehr. Es fehlen natürlich noch Details. Teppich, Kissen und Decken. Aber das kommt mit der Zeit. Ich bin jedenfalls ganz verliebt in unsere Couch, zumal sie auch unglaublich bequem ist und zum stillen wirklich super passt. Hach, und genau dahin werd ich mich jetzt wieder verziehen. Stillen auf der neuen Couch. Das Herbstmädchen verlangt nach mir…

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Ein kleiner Rückblick…

Zeit und Raum sind irgendwie verschoben. Wir sind immer noch ganz eingehüllt in Babyduft und Babyrhythmus. Es ist schon etwas ganz besonderes für so ein kleines perfektes Wesen da zu sein. Da sein zu dürfen. Ich kann mein Glück noch immer nicht fassen. Das diese Schwangerschaft gut gegangen ist und das bezaubernste Herbstmädchen weit und breit nun bei uns ist. Was habe ich für Ängste ausgestanden. Im Januar, der positive Test. Die ersten Tage waren Horror. Nicht die Freude überwog, sondern die Angst das die Schwangerschaft nicht gut geht. Ich habe mir einen Schutzstein gekauft, den hielt ich immer in Händen wenn mich die Angst wieder überkam. Nach zwei Wochen fing die Übelkeit an, Mitte Januar… Und mein Chef machte Probleme. Somit ging ich den Krankenstand, was natürlich bedeutete dass ich noch mehr Zeit hatte nachzudenken. Ich musste aber irgendwie mit meiner Angst klar kommen und hab mir verschiedene Methoden überlegt. Der Stein, er half mir. Als nächstes hab ich mir einen Kalender zugelegt auf dem ich die Wochenschritte eingetragen habe und jeden Morgen einen Tag abhaken konnte. Jemand sagte mir mal, leb von Tag zu Tag… Jeder Tag den du schwanger bist, ist wieder ein Tag den du geschafft hast, der dich deinem Baby näher bringt. Das half mich komischerweise. Wie oft bin ich über den Kalender gefahren und habe mir vorgestellt wie es wohl in ein paar Wochen ist. Wie wird mein Bauch aussehen an meinem Geburtstag im April? Wie sehe ich hochschwanger aus? Wie fühlen sich Tritte vom Baby an… All diese Gedanken schwirrten in meinem Kopf. Tag für Tag. Stunde für Stunde. Jeden Abend habe ich Stoßgebete in den Himmel geschickt „Bitte lass dieses Baby gesund sein.. und gesund auf die Welt kommen“… Jeden Abend hab ich mit dem Baby in  meinem Bauch geredet, ihm gesagt wie sehr ich es liebe und wie unglaublich wir uns freuen es kennenzulernen.

Ich weiß noch wie heute als der für mich entscheidende Ultraschalltermin anstand… Ich habe gezittert, den ganzen Tag. Der Liebste war mit dabei und wir hörten, alles in Ordnung. Das Baby ist 2,32cm groß. Das war Mitte Februar. Zwei Wochen später war die Übelkeit leider noch immer nicht vorbei bzw. hat ihren Höhepunkt erreicht und ich musste für fünf Tage stationär ins Krankenhaus weil ich sogar Wasser brechen musste. Bei der Abschlussuntersuchung war unser kleines Würmchen schon stolze 5,90cm und sah aus wie ein Mensch. Nicht mehr wie eine Erdnuss. Danach wurde auch langsam die Übelkeit besser, die Lebensgeister kehrten zurück und der Bauch fing an zu wachsen. Die schönste Zeit der Schwangerschaft… Auf den ersten Tritt musste ich allerdings ein wenig warten. Meine Vorderwandplazenta war dabei nicht sehr hilfreich. Und schon kamen die nächsten Ängste auf. Mal spürte ich zwei Tage gar nichts, dann wieder wackelte der Bauch. Oft, ganz oft legte ich mich auf den Rücken ins Bett, ganz ruhig, die Hände auf dem Bauch und redete dem Baby zu, es soll einfach einmal stupsen, damit ich weiß das es ihm gut geht. Und in den meisten Fällen hat das geklappt. Tausend Dank liebes Baby!

Anfang Mai haben wir erfahren das unser kleines Wunder ein Mädchen ist. Was für eine Freude. War es doch mein größter Wunsch ein Mädchen zu bekommen…. Kurz darauf hatte ich den ersten Termin im Geburtshaus, schon da stand fest, ich möchte unser Mädchen dort zur Welt bringen. Es folgten ein paar sehr schöne Wochen bzw. Monate, Sommer, Faulenzen, Schwangerschaft genießen. Das ein oder andere Wehwehchen und die Hitze waren eher unschön, aber im Nachhinein betrachtet sind die Strapazen schon wieder völlig vergessen. Immer wieder jedoch die Angst, was, wenn doch noch etwas passiert. Zu oft habe ich von Horrorgeschichten gelesen. Die Angst das noch etwas schief geht, kurz vorm Ziel war richtig groß. Je näher der Geburtszeitpunkt gerückt ist. Das hatte allerdings ein Gutes, Angst vor der Geburt hatte ich keine.

Die letzten Wochen vor der Geburt waren geprägt von diesem bevorstehendem Ereignis, der dicke Bauch, Termine bei der Hebamme, Nachfragen von Bekannten und Verwandten. Es wurde Ernst… Und meine Angst noch immer da.

Als die Geburt losging war diese Angst allerdings völlig verflogen, ich habe mich einfach nur darauf konzentriert das ich bald mein kleines Mädchen im Arm halten werde. Ein kleines, gesundes Herbstmädchen. Und so kam es auch.

Hach, beinahe hab ich Tränen in den Augen wenn ich das hier so abtippe. Aber es befreit mich doch ein Stück. Die Angst ist weg, einer anderen Angst gewichen. Bin ich eine gute Mutter? ist das Mädchen gesund… ? Das sind die Gedanken die mich manchmal quälen. Aber ich vertraue einfach und versuche ganz ganz positiv zu denken. Und immer wenn ich unsere Tochter ansehe, weiß ich das alles gut ist. Und weiterhin gut sein wird!

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Ein Tag im September

Schon die letzten Monate wollte ich mitmachen, aber irgendwie hat es sich erst jetzt passend angefühlt. Diese wunderbare Idee stammt von Maria. Ein ganz neuer Alltag hat uns jetzt, da das Herbstmädchen auf der Welt ist.

Die Nacht war ganz gut, das Herbstmädchen hat sogar fünf Stunden am Stück geschlafen und nachdem der Liebste heute morgen um 7 das Haus verlassen hat (diese Woche muss er noch arbeiten) haben wir noch einmal bis 9 geschlafen.

Unser Tag startete also folgendermaßen:

– Hunger… Also erstmal stillen.

– Wickeln. Und die liebste Angewohnheit des kleinen Mädchens ist es die frische Windel sofort wieder vollzumachen. Wir haben gestoppt. 1 Minute und 50 Sekunden im Durchschnitt… Also noch einmal wickeln.

– Die Hunde wollen raus. Erstmal in den Garten und schnell ein Brot geschmiert und einen Tee aufgekocht.

– Kuscheln im Bett für das Herbstmädchen und mich. Während sie auf meinem Bauch wieder einschläft, lese ich ein paar Seiten in meinem Buch.

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– Wickeln.

– Der Postbote fährt vorbei. Das heißt in 15 Minuten ist er bei uns, und da ich zwei Päckchen erwarte raus aus dem Bett und das kleine Herbstmädchen in das Tuch gebunden. Noch etwas wackelig die Angelegenheit, aber es wird.

– Der Postbote klingelt, hurra beide Päckchen dabei! Eine abwaschbare Wickelunterlage (puh, es ging bereits einiges daneben und die Unterlage aus Stoff hat sich dabei nicht als hilfreich erwiesen) und Mini-Überhosen für die Stoffwindeln von Pia. Danke fürs leihen. Du bist ein Schatz!

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– Wickeln. Stillen. Wickeln.

– Umzug auf die (neue) Couch, die Sonne lacht so fröhlich durchs Fenster und die können wir wahrlich gut gebrauchen. Also weiterkuscheln auf der Couch.

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– Glitzerpunkte beobachtet. Danke liebe Caro!

früher Nachmittag

– frische Windeln. Stillen.

– Tiefkühlpizza (Asche auf mein Haupt) in den Ofen geschoben und versucht während das Herbstmädchen die zweite Brust leert zu essen. Puh, wie machen andere das? Mit Zweitkind und frisch kochen?!

– frische Windeln nötig.

– Sehr interessante DVD von Marie eingeschoben. Tausend Dank dafür, ich hab durchaus was gelernt heute. Dabei hab ich erst die Hälfte geguckt.

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– kuscheln und kurzes Nickerchen auf der Couch

– ihr ahnt es vielleicht. Stillen. Und volle Windeln austauschen.

später Nachmittag

– die Schwiegermama kommt vorbei und holt die Hunde für einen großen Spaziergang ab

– zweiter Versuch im Tragetuch, zuvor aber gut einpacken, weil es geht nach draußen in den Garten, wenn schon für einen kurzen Moment die Sonne zum Vorschein kommt muss der Moment genutzt werden

– Wäsche aufhängen und weitere Maschine befüllen

– kurzen Snack einschieben. Für mich. Apfel und zwei Schokokekse.

– ab ins Bett, bisschen schmusen und das Herbstmädchen schläft auf dem Bauch ein. Diese Momente sind so toll

– danach erneute Wickelaktion und darauffolgende Stilleinlage

früher Abend

– der Liebste kommt endlich nach Hause. Abendessenzeit. Nudeln mit Pesto. Ganz einfach und schnell

– kurze Tagesbesprechung und Übergabe des Herbstmädchens an den Liebsten

– puh. Erstmal ein paar Minuten für mich sein. Ab an den PC, anfangen diesen Post zu tippen

– die Hebamme kommt zur Nachsorge. Also schnell schnell weg vom PC, Haustüre auf, Hunde bändigen und ab ins Schlafzimmer wo bereits Baby und Mann warten. Die Hebamme ist sehr zufrieden mit der Entwicklung, der Nabel sieht schon sehr schön aus und seit Samstag hat das Herbstmädchen stolze 400 Gramm zugelegt. Supermilch! Und eine total süße Entdeckung gemacht. Das Wiegetuch meiner Hebamme ist von Frau Frische Brise! Was hab ich mich gefreut. Ein kleines Stück Bloggerwelt in der Realität…

später Abend

– eine Runde Milch für das Herbtmädchen. Ach und wickeln.

– Nachdem die Hebamme wieder weg ist, ist es Zeit für unser allabendliches Ritual das wir so im Geburtshaus gelernt haben. Das Herbstmädchen wird gebadet, allerdings ohne Zusätze, nur in warmen Wasser. Danach noch nass in ein Spucktuch gewickelt und mit Öl massiert. Bauch, Ärmchen, Beinchen. Dann trocken geföhnt. Sie liebt es. Die Stellen unter den Armen, in den Leisten, hinter den Ohren und zwischen den Zehen werden sauber gemacht. Danach ist der Rücken an der Reihe. Massiert, mit einem Igelball… Herrlich. Solch eine Massage jeden Abend könnte ich auch vertragen.

– zweite Runde stillen. Wickeln!

– Hunde zur Abendpinkelrunde rausgelassen

– Blogeintrag getippt

und jetzt…. geht es ab ins Bett!