Nachgedacht

So viele Gedanken schwirren mir durch den Kopf während ich unser kleines Herbstmädchen betrachte. Ich möchte das sie es gut hat, das sie in einer Welt groß wird in der Liebe und Respekt voreinander und vor der Umwelt selbstverständlich sind. Immer wieder muss ich jedoch feststellen, dass das gar nicht so ist.

  • Wir versuchen hier in unserer Holzhütte so ökologisch und nachhaltig wie möglich zu leben. Trotzdem haben wir beispielsweise jetzt eine höhere Stromrechnung als erwartet. Das möchten wir ändern. Generell war ich der Ansicht, wir sind eh sehr sparsam was unsere elektronischen Geräte betrifft. Der Trockner läuft nur im absoluten (Hundehaar)Notfall, sonstige Luxusgeräte haben wir nicht. Sicherlich, die Waschmaschine läuft jeden Tag (auch wegen der Stoffwindeln) ebenso die Geschirrspülmaschine. Mal sehen ob und was wir da in nächster Zeit ändern können, damit wir den Stromverbrauch vielleicht noch ein kleines bisschen reduzieren können. Derzeit bezahlen wir 88€ monatlich. Ramona hat dazu einmal interessante Fakten zusammengetragen.
  • Unsere Ernährung hat sich schon wieder um ein vielfaches gebessert. Es gibt wieder oft etwas veganes Gemüselastiges zu Essen. Weizen und Milchprodukte sind beinahe komplett von unserem Ernährungsplan gestrichen. Jetzt müsste nur noch das mit dem Zucker funktionieren und ich wäre glücklich. Im November kommt das neue Buch von Attila Hildmann auf den Markt – ab Januar möchten wir diese neue Challence gerne starten. Vorher – das wissen wir selber – macht das keinen Sinn. Advents, – und Weihnachtszeit.
  • Plastikfrei ist natürlich immer noch/immer wieder ein Thema bei uns. Gerade lese ich ein Buch, bei dem sich einem die Nackenhaare aufstellen. Die tägliche Dosis Gift. Sobald ich das Buch durchhabe berichte ich davon.
  • Kürzlich haben wir den Film Food Inc. angesehen. Gruselig. Ganz schlimm wie es in Amerika bereits der Fall ist, das ein paar Großkonzerne eine Monopolstellung in der Lebensmittelindustrie haben. Monsanto wird einigen sicherlich ein Begriff sein – auch um diesen Konzern geht es in dem Film. Sehenswert.
  • Gestern habe ich es endlich das erste Mal geschafft, selbst Waschmitteln herzustellen. War total einfach und hat nur 10 Minuten gedauert. Eigentlich wollte ich längst das Waschpulver von Maria ausprobieren, habe jedoch gelesen das für die Stoffwindeln ein flüssiges Waschmittel besser ist. Ich habe jetzt dieses hier gemacht und bin begeistert.

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Getragen

Wir tragen. Und wir lieben es. Das Herbstmädchen schläft sofort ein, fühlt sich pudelwohl.

Ist es nicht das schönste für so ein kleines Würmchen ganz nah an der Mama (oder gerne auch am Papa) zu sein? So viel Körperkontakt, so nah am Herzschlag.

Für mich stand schon lange vor der Schwangerschaft fest, wenn ein kleines Wunder, dann will ich es tragen. Durch viel nachlesen auf verschiedenen Blogs, Facebook-Gruppen und Büchern wurde mein Entschluss noch gefestigt.

Ich bin froh damals die Trageberatung gemacht zu haben und kann es wirklich nur jedem ans Herz legen. Als das Herbstmädchen ein paar Wochen alt war, war unsere Trageberaterin Franziska noch einmal da um drüberzugucken. Und tatsächlich hatten sich ein, zwei kleine Fehler eingeschlichen, die schnell korrigiert waren und seitdem klappt es wirklich schon super. Fast wie Socken anziehen.

Unterwegs gibt es für uns auch nur das Tuch, also raus aus dem Auto, ab ins Tuch uns losmarschiert. Diese Woche war ich das erste Mal „shoppen“ (Klopapier etc. hihi)  mit unserem Herbstmädchen. Ganz alleine. Wir haben ganz schön viele Blicke auf uns gezogen und einige positive Kommentare zu hören bekommen. Das freut das Mutterherz. Die Vorurteile hier am Land gegenüber dem Tuch, habe ich glücklicherweise noch nicht gemerkt. Sogar die Eltern, Schwiegereltern, Nachbarn sind begeistert und das bestätigt mich natürlich noch mehr.

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Und noch ein Buchtipp. „Geborgene Babys“ von Julia Dibbern ist wundervoll! Hier gehts zum Blog.