Weltfremd?!

Wird man weltfremd wenn man so lebt wie wir es tun? Ich habe das Gefühl ja… Oder vielleicht sogar ein Stück intolerant? Ich weiß es nicht, aber ich weiß ich muss mich selber schützen und abkapseln. Es gibt ganz viele Bereiche die mich so nachdenklich machen.Wenn ich mich mit ferneren Bekannten oder Fremden unterhalte, denke ich oft ich komme aus einer anderen Welt. Dinge die die Mehrheit als völlig normal empfindet, kann ich nicht nachvollziehen und denke immer wieder – wird nicht hinterfragt oder ist es den meisten schlicht egal – ?

Sicherlich ich mag niemanden kritisieren und angreifen – schließlich darf das jeder für sich entscheiden wie er lebt. Das möchte ich ganz klar sagen. Dennoch kann ich mich einfach mit der Mehrheit der Menschen um mich rum nicht (mehr) identifizieren.

Ich bin froh einige Gleichgesinnte gefunden zu haben. Menschen die ebenso denken wie wir es tun, ihren Einjährigen Kindern kein Nutella und kein Fernsehprogramm anzubieten. Bewusst und nachhaltig zu leben. Die Natur und Umwelt schätzen und zu schützen.

So bleibe ich also in unserer eigenen kleinen Welt, schütze mich selber vor zuviel negativen Input und genieße es im Hier und Jetzt zu sein. Mit meinen Lieben und den Leuten um mich herum die verstehen und respektieren wie wir leben.

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30 Kommentare zu “Weltfremd?!

  1. Ich komme mir auch oft wie ein Alien vor😀…ich bin doch glatt die EINZIGE im Dorf, die trägt, und dementsprechend wird man manchmal angeguckt! Oder in der Muki Gruppe, schockiert mich das schon gar nicht mehr, was die anderen Mamis da ihren Kindern mit 1jahr oder so zu essen geben, das fängt bei Fruchtzwergen an, über Kekse, und hört bei Salzstangen und Brezeln sowieso auf. Ich bin da mit unserem Obst, Apfelringen oder Fruchtriegeln von Alnatura schon sehr exotisch😀! Bei uns gibt es für unseren Sohn, der bald 3 wird, auch noch 0 Fernsehprogramm, was mir auch sehr wichtig ist. Es schockiert mich mittlerweile auch schon nicht mehr, dass die anderen ihre Kinder mit 1-2 Jahren schon Mickey Mouse etc gucken lassen…ich hab auch schon von einer anderen Mami gehört, die ihr Kind regelmäßig mal Vormittags vorn tv parkt um in Ruhe ihren Haushalt zu schmeißen… Ich kommentiere sowas gar nicht. Die müssen das selber wissen, denk ich mir dann, aber für mich wäre das unvorstellbar! Aber es ist echt schön, solche Menschen wie dich zu kennen, die einem in vielen Dingen da ähnlich denken, denn diese sind echt rar! Lieben Gruß

  2. Also weltfremd bist du mit Sicherheit nicht. Du bist einfach jemand, der die Welt hinterfragt und nicht einfach blind das macht, was als die Medien, die Poliltik oder dein soziales Umfeld erwarten. Ich würde das intelligent nennen. ;p

    Du kannst sicher sein: Es gibt immer mehr Menschen wie dich auf dieser Welt und das ist sehr erfreulich.

  3. Wir waren die letzten Tage auf Verwandtschaftsbesuch. Und obwohl es sehr schön war, besonders für unser Mädchen, sagte ich eines Abends zu meinem Lieben: Ich freu mich schon auf unsere Blase! Unsere Familienblase. Unbewusst haben wir uns abgekapselt in den letzten zweieinhalb Jahren.
    Bei den Verwandten ging es um Kreuzfahrten und neuste Kücheneinrichtungsanschaffungen. Da musste ich an die frische Luft…
    Da muss man doch fragen, WER ist weltfremd?
    Lustig dass Du genau jetzt diese Gedanken aufgreifst. Und beruhigend.

  4. Ohja, das Gefühl kenne ich nur zu gut! Wenn ich zum x-ten mal jemandem erklären muss, dass „normales“ shoppen beim textilschweden oder sonstwo keine wirkliche Option darstellt, wenn ich mir anhören kann, wie eine Kollegin über Freunde beinahe schon schimpft, die lauter Dinge tun, die ich auch mache (waschnüsse verwenden, großteils vegan leben, nur Naturkosmetik verwenden …) und so weiter. Man fühlt sich tatsächlich oft wie ein Alien.
    Umso schöner ist es da, dank dem Internet mitzubekommen, dass es durchaus mehr Menschen da draußen gibt, die so ähnlich denken wie man selbst. :)

  5. Oh ja, so geht es mir auch. Ich absolviere z. Zt. eine Weiterbildung und da fühle ich mich schon ziemlich als Aussenseiter. Als vegan lebender Mensch sowieso und dann noch umweltbewusst, waldorf und alternativ. Das können die meisten nicht nachvollziehen. Mir ist es aber mittlerweile auch egal. Ich denke ich tue das Richtige für mich und das ist für mich das Wichtigste.
    Ich finde es toll wie ihr lebt und ich glaube ganz fest, dass euer Herbstmädchen eine wunderschöne, reiche Kinderzeit erleben darf.
    Eine schöne Woche wünsche ich euch.

  6. ….oooh… das kenne ich! Du bist nicht weltfremd! Die anderen sind es! …in ihrer egoistischen, kapitalistischen Welt..ihren komischen Wertvorstellungen, auf der Jagd nach Konsum! Ihren Vergleichen, wer es im Leben finanziell weit gebracht hat! Wir schwimmen diesem Mainstreem auch nicht mit! Meine große Tochter wird in zwei Wochen 18 und sie ist sich immer treu geblieben in ihren Werten. Du machst das richtig <3 back to the roots!!!

  7. Hallo, danke für diesen Beitrag mir geht es oft ähnlich. Mittlerweile denke ich, dass jede_r Mensch eine Verantwortung hat, v.a. wenn er wie wir hier weiß und priviligiert ist – dann gibt es die Verantwortung noch viel mehr als für andere Menschen. Wer weiß wie unfaire Arbeitsbedingungen aussehen und trotzdem T Shirts kaufen, die in Bangladesh gefertigt wurden. Ich grüße dich aus (noch) Berlin http://lebensgemeinschafthackenow.wordpress.com

  8. Ja, ein bisschen weltfremd ist das schon – wenn man davon ausgeht, dass „nicht weltfremd“ = „das, was uns Medien und Wirtschaft als toll anpreisen“ ist ;) Andererseits sollten wir aber auch nicht vergessen, dass auch jeder Öko-Versandhandel, jeder Bioladen und jedes Baumwoll-Projekt in der Türkei am Ende darauf hinausläuft Profit zu erzielen.
    Und ja, man wird auch intolerant. Irgendwie. Für all die Argumente gegen Stoffwindeln, Stillen, Tragen, Second-Hand-Kleidung usw. ist man ja irgendwann einfach nicht mehr offen. Geht mir auch so. Allerdings habe ich nicht die Zeit, mein ganzes Leben auf die Erkenntnis des Wahren auszurichten. Wir leben mit Kompromissen. Und es zeigt sich ja immer wieder, dass die als Allheilmittel angepriesenen Alternativkonzepte eben auch nicht immer das Wahre sind. Aktuell: Bambusgeschirr. Ab in die Tonne. Wieder was gelernt und um eine Erfahrung reicher: Viel Geld für Schrott kann man halt auch im Ökoladen ausgeben. Ist schade, macht es den „Gegnern“ aber auch immer wieder leichter.
    Vieles relativiert sich auch, wenn man (frau) mehr als ein Kind hat und die Notwendigkeit besteht durch Lohnarbeit zum Lebensunterhalb beizutragen (nicht um die dritte Fernreise zu finanzieren, sondern um Notwendiges zu kaufen) und die Kinder in die Krippe oder den Kindergarten gehen und dadurch Kontakt zu anderen bekommen. Wie willst du verhindern, dass das einjährige Kind ein Stück Schokolade bekommt, wenn sich das Dreijährige genüsslich eines in den Mund schiebt? Sollen wir das kleine Kind „wegräumen“, wenn das große den Sandmann schaut (was es nicht müsste, aber tut, weil das unser Kompromiss beim Thema Medien ist)? Und den Kindern jedesmal erklären, dass es schlecht ist, wenn wir Eier essen, obwohl sie ganz explizit danach verlangen?? Nein, man lernt Kompromisse zu schließen und man wird auch wieder toleranter und akzeptiert, dass die Welt sich weiterdreht. Sie ein kleines Stück besser machen, das sollte unser aller Anspruch sein. Aber leben und leben lassen – das auch :)

    • Danke, das unterschreibe ich so! Spätestens mit dem 2. Kind macht man Kompromisse, das ist hier auch so. Mein Großer hat erst nachdem er 2 Jahre alt war mal eine Süßigkeit bekommen, die Kleine schon eher, einfach weil sie damit aufwächst, dass ihr großer Bruder sowas ab und an isst. Also darf sie auch. In Maßen natürlich, aber man wird lockerer und die Welt dreht sich weiter ;)

  9. Hach ja… wir hatten uns ja schon paar mal drüber unterhalten, ich fühle mich genauso. Vor allem noch mehr, seit Herr Svensson da ist… Allein, dass man sich vegetarisch ernährt, ist ja immer noch für viele sehr befremdlich… :-(

  10. Bewusst zu leben ist nicht weltfremd- ich denke eher “ wer nach allen Seiten offen ist,ist nicht ganz dicht“…. Im Angebotsdschungel unserer Zeit muss jeder Prioritäten setzen,das findet Doro

  11. Hallo Sabrina,
    Danke für Deinen Eintrag, ich lese Deinen Blog schon sehr lange und sehr gerne heute möchte ich Dir Danke sagen für Deine tollen Beiträge.

    Ich schwimme seit gut 30 Jahren gegen den Konsumstrom, kaufte damals schon im Bioladen, machte Gemüseselbstversorgung, Seife, Wollverarbeitung, Käse und Co selbst, Brotbacken war alltäglich auch meine zwei Söhne wuchsen damit auf und ich muss auch zugeben es war damals verdammt hart „anders“ zu sein egal ob im Kindergarten in der Spielgruppe, der Schule oder einfach unter den Bekannten und auch Verwandten….das hat mich auch oft zweifeln lassen und ich habe mehr als einmal versucht auch so „normal“ wie all die anderen um mich herum zu leben, aber bei mir war Hopfen und Malz verloren :-) ich kehrte immer wieder zu meinen Wurzeln zurück.

    Leider gab es damals noch kein Internet und so zog man einsam seine Bahnen, darum freue ich mich um so mehr die wunderschönen Blogs zu lesen, bei denen Frauen so mutig in die Welt gehen wie Du, zu Ihren Kindern stehen kritisch hinterfragen genau hinsehen und sich auch manches mal Mut machen wenn man den eigenen Weg kurz aus den Augen verliert.

    Viele Grüße
    Christine (Niederbayern)

  12. liebe subs,
    danke, viele deiner gedanken und empfindungen kenne ich.
    mein umfeld und freundeskreis ist sehr gemischt. einige wenige leben ähnlich (vegan, weniger konsum, hinterfragend…) haben aber leider noch keine kinder.

    andere leben ganz anders, konsum ist da normal. wird wenig bis gar nicht hinterfragt. es sind trotzdem menschen die mich durch mein leben begleiten, die ich schätze. die ich zu jeder tageszeit anrufen kann, wenn es mir schlecht geht, ich hilfe brauche. sie haben mich durch schwere zeiten begleitet. das schätze ich. ich möchte diese menschen niemals missen. auch wenn sie fleisch von aldi essen und bei hundm einkaufen. es gibt themen da sind wir nicht auf einer ebene, gehen nicht den gleichen lebensweg, dass ist okay. toll finde ich, dass sie mich auch hin und wieder fragen, wie ich das mache mich vegan/vegetarisch zu ernähren, seconhand zu kaufen… ich freue mich über jeden von ihnen der ein bisschen anfängt sich, auch wenn nur im kleinen, mit diesen dingen auseinander zusetzen. einige freunde kaufen jetzt nur noch bio eier, versuchen weniger fleisch zu essen. es ist ein kleiner anfang, aber für mich besser als nichts.
    am wichtigesten ist mir jedoch (auch wenn ich mal nen blöden spruch zu hören bekomme), dass ich respektiert werde. sie sind alle tolerant.

    leider habe ich gerade in alternativen kreisen häufig das gefühl, es gibt nur den einen wahren weg. da ist wenig raum für individualität.

    am schwierigsten finde ich es im bezug auf das familienleben (bedürfnisorientierte elternschaft, keine strafen…) mich nicht ganz anders zu fühlen. ich hätte gerne noch mehr familien, die einen ähnlichen weg gehen. ich freue mich darüber umso mehr, in der waldkita der großen zwei tolle mütter kennengelernt zu haben. jeder hat sein eigenes familienleben, es gibt trotzdem viele parallelen. wir können uns gut austauschen, ergänzen… ja und das internet ist hierfür natürlich auh eine große hilfe, zu sehen man ist nicht alleine – das tut gut. danke dafür nochmal an deinen blog, deine gedanken, die ich so gerne lese.

    ansonsten bin ich glücklich über die personen in meinem umfeld, auch wenn sie häufig andere ansichten bezüglich familie, kindererziehung… vertreten. sie haben halt noch keine eigenen kinder, haben andere vorstellungen, sind anders groß geworden… ich bin aber fest davon überzeugt, dass ändert sich, sobald sie sich auf den weg familie machen. selber erfahren, erleben…
    lange zeit habe ich mich schnell angegriffen gefühlt, mich in meinem sein als mutter verteidigt.
    heute schätz ich es, dass sie mich fragen, warum ich dinge so mache, wie ich sie mache. nicht selten höre ich ein, so habe ich das noch gar nicht gesehen. oder, irgendwie ist es für mich schon ganz normal wie du das machst, ich glaube das mache ich auch so…
    sie akzeptieren mich und das tut so gut. jetzt in der weihnachtszeit werden meinen kindern mandarienen mitgebracht, nüsse oder auch mal eine bienenwachskerze (oder es wird auch einfach mal mit leeren händen gekommen!). für mich ist das wunderbar, es freut mich immer wieder.

    es gibt auch ausnahmen, andere situationen – klar. die versuche ich aber nicht mehr so sehr wahrzunehmen. ich möchte das gute sehen, die prozesse die entstehen.
    ich könnte noch vieles schreiben, um alles vollstänig zu machen. wirklich ein großes thema. diese hir ist nur ein kleiner einblick…

    danke nochmal. euch noch eine schöne woche.
    lieb, ann-ka

    • Danke für diesen Kommentar. Ich hab leider auch die Erfahrung gemacht, dass es,leider die alternativeren Menschen sind, die weniger Toleranz aufbringen können. Da brauch ich mich dann als auch alternativ lebender Mensch nicht wundern, wenn man ein bisschen wie ein ausserirdischer angeschaut wird. Ich persönlich kann meinen konsumvermeidenden weg gehen, mit Freunden, die anders leben, anders sind. Eben weil sie mir in vielen Lebensbereichen sehr wertvoll, zuverlässig und wichtig sind. Und niemand ist perfekt. Nicht die Mutter, die ihren Kindern nutella gibt und auch nicht die, die es nicht tut. Toleranz ist ein weg, der von beiden Seiten gegangen werden muss.

  13. Die Welt in Gut und Böse einzuteilen oder in „entweder – oder“ ist meine Sache nicht. Leben und leben lassen sollte von beiden Seiten kommen, ist aber scheinbar schwierig, auch für mich. Irgendwo findet man immer Dinge, die einem aus eigener Sicht unverständlich und falsch vorkommen, für den anderen sind sie aber richtig. Und wir sind doch alle an der einen oder anderen Stelle inkonsequent, intolerant und unzulänglich. Und die „Alternativ Lebenden“ sind es nicht minder als die anderen. Genauso wenig sind sie persé sympathischer oder gar die besseren Menschen.

    Und wird man heute wirklich noch schief angesehen, wenn man ein Kleinkind im Tuch trägt oder stillt, im Bioladen kauft, im Secondhand-Laden? Das ist doch wirklich ein alter Hut, das haben unsere Eltern doch schon vor 40 Jahren gemacht, die Zeit der Kommunen und Kinderläden, die alternative Pädagogik, die ersten Bioläden… das sollte sich doch nun wirklich auch in die hinterste Provinz herumgesprochen haben.

    Wenn ich eins verstanden habe, dann das es immer zwei Seiten einer Situation gibt. Ein Beispiel, das ich gerade vor einigen Tagen beobachtet habe: Die eine fühlt sich unverstanden, weil sie im Café mit ihrem kreischenden Baby schief angesehen wird. Die andere am Nebentisch fühlt sich dagegen unverstanden, weil sie nach einer anstrengenden Arbeitswoche einfach mal gemütlich in Ruhe einen Kaffee trinken und Zeitung lesen möchte und das Kindergeschrei sie nervt. Wer ist nun im Recht? Wer ist richtig, wer ist falsch?

    • Danke für deine Gedanken. Ja, man möchte meinen das sei so, dass dieses „umdenken“ auch bereits in die hinterste Provinz vorgedrungen ist. Ich kann dir sagen, leider nein. Ganz und gar nicht. Leider.
      Was richtig und was falsch ist, möchte ich kann ich nicht beurteilen. Für UNS ist der Weg den ihr hier auf meinem Blog lesen könnt, der richtige. Für andere wäre das auf keinen Fall der richtige Weg. Und das ist ja auch in Ordnung. Jeder darf zum Glück so entscheiden wie er es für richtig hält. Dennoch machen mich einige dieser „anderen“ Gedanken und Lebenseinstellungen traurig und ich möchte mich mit (für mich) positiven Dingen und Menschen umgeben.
      ich hoffe du verstehst wie ich das meine und das ich hier niemanden ein schlechtes Gewissen oder ein ungutes Gefühl machen möchte.
      Hab einen schönen Abend.

  14. Ob man sich der Welt fremd fühlt oder nicht, ist ja eine Frage der Innensicht. Wir alle leben zwar auf einer Erde und in einer Gesellschaft, aber jeder schafft sich um sich herum eine eigene Welt, der er vertraut ist. Jeder hat das Recht dazu und die entscheidende Aussage steckt dabei für mich in deinem letzten Satz: „die (…) respektieren wie wir leben.“ Verstehen muss man nicht unbedingt, wie andere leben, auch nicht nachmachen – aber respektieren können sollte man es, auf allen Seiten. Jede Überzeugung, Weltanschauung und Lebensart, die in Dogmatismus und Überheblichkeit abgleitet, verliert für mich Wahrhaftigkeit und Sympathiepunkte, ob es jetzt eine nachhaltige, konsumorientierte, vegane, fleischessende, wissenschaftsgläubige, hinterfragende, religiöse oder sonstwie orientierte ist.
    Es ist nicht immer einfach zu akzeptieren, dass andere nicht den gleichen Weg gehen wollen wie man selbst, nicht das sehen, was man selbst sieht und das dann als deren rechtmäßigen Weg zu respektieren. Für mich ist die Frage, ob man auch die Lebenswege derer respektieren kann, die sich weit von den eigenen Überzeugungen unterscheiden, auch eine Frage von Toleranz und charakterlicher Größe.

    Herzlich, Katja

  15. Hallo, wenn dies deine einzigen Probleme sind:Glückwunsch.
    deine Welt ist klein und beschränkt. Luxus pur. Glaubst wohl, dass alle in kaviar Baden.

  16. Ich kann deine Gedanken gut verstehen und auch den Drang, gar nicht mehr so viel von außen mitbekommen zu wollen. Mir geht es oftmals auch so – und ich arbeite als Erzieherin! Ich habe also auch manchmal täglich mit Menschen zu tun, bei deren Einstellung zum Leben (und zur Kindererziehung im Besonderen) ich mir am liebsten mit Schwung an die Stirn schlagen möchte.
    Aber: Ich habe auch ebensoviele Menschen um mich herum, die auf ihre eigene Art die Welt ein Stückchen besser machen wollen. Die sich einer Sache besonders annehmen, hier ihre Prioritäten setzen und das auch anderen mitteilen.
    Ich versuche mir das immer wieder vor Augen zu führen: Auf jeden Menschen, der mir so fremd ist, kommt mindestens einer, dem ähnliche Dinge wichtig sind wie mir.
    Liebe Grüße
    Antje

  17. Liebe Subs,
    ja, ich kenne das auch sehr gut ! Wir leben hier auch „anders“ und ich komme manchmal mit Menschen, die anders leben kaum oder nur schlecht klar ! Ich möchte eigentlich niemanden beurteilen/verurteilen, weil er anders lebt, aber ich merke, dass ich mich insgeheim doch oft ärgere. Weil einfach viele Menschen so gleichgültig sind. Wir hatten gerade beim Einkaufen ein gutes Gespräch mit der Kassiererin, wir hatten nur ein paar Teile in der Hand, sie fragte, ob wir eine Tüte bräuchten. Mein Mann verneinte sofort und sagte, dass es nicht sein muss, wo doch das ganze Plastik in die Meere gelangt. Die Kassierin fand es klasse und meinte, dass es doch auch wichtig wäre an unsere nachfolgenden Generationen zu denken. Aber viele Kunden regen sich auf, wenn sie nicht auf Anhieb eine Tüte bekommen….das ist nur ein kleines Beispiel ! Ich hab ja auch mal einen Post über meine Gedanken dazu geschrieben und dass ich manchmal denke, es wäre einfacher, sich keine Gedanken zu machen und bloß drauflos zu leben. Aber wir können das nicht…vielleicht weil man mit der Zeit auch zu viel weiß ! Dann gibt es kein zurück mehr, zum Konsumterror, Umweltverschmutzung…..Ich habe früher so oft versucht, die Leute zu belehren, hab mir Feinde gemacht oder wurde ausgelacht…Heute lasse ich es meist und mache mein Ding, es sei denn jemand ist empfänglich dafür und möchte etwas wissen, dann erzähle/rede ich gerne ! Es ist wichtig in seinem Kreis den richtigen Weg zu finden und diesen Weg mit Menschen zu teilen, die ähnlich/gleich denken, zumindest geht es einem damit gut/besser !
    Ich wünsche Dir und Deinen Lieben eine schöne, kuschelige Adventszeit !
    Liebe Grüße,
    Birgit

  18. Bin froh hier ein paar relativierende Kommentare gelesen zu haben…ich dachte kurze Zeit mit nur einem Kind auch ähnlich wie Du, doch ich bin mir heute sicher, ein Leben in dieser Blase ist kein Gutes, vor allem für das Kind / die Kinder nicht…Toleranz und Vielfalt erleben, Möglichkeiten sehen und später wählen was stimmt…und auch der Kontakt zu andersdenkenden Menschen (auch Müttern!) kann sehr sehr bereichernd sein. Wir sind eine Gruppe ganz verschiedener Mütter die sich seit 5 Jahren immer wieder treffen und gegenseitig unterstützen in dem was für die jeweilige Familie gut ist, ohne eine Moral aufzustellen was für alle gut ist!!! Denn was für Euch gut ist, kann für andere ein ganz falscher Weg sein! Ich hoffe auch dass in punkto einfühlsame Begleitung von Kindern und Umweltschutz sich viele von mir inspirieren lassen und sage auch dazu meine Meinung, versuche aber auch die Gegenseite zu hören und zu verstehen. Abschottung nutzt da garnichts finde ich und macht das Leben arm. Und seit ich mich informiert habe wieviel Schindluder gerade in der Öko/Bioindustrie getrieben wird sehe ich auch hier sehr sehr viel klarer…schaue mal ein paar dokus zum Thema Weleda / Wala / Hessnatur und vor allem Allnatura…aber nur falls Du Eure Blase ein wenig zum Platzen bringen magst ;-) Grüße vom Rhein, Kristina

  19. Heute habe ich Post bekommen, darin ein Blatt Papier, auf dem Folgendes stand:

    Weihnachten ist…
    …wenn wir andere wertschätzen ohne sie zu bewerten.
    …wenn wir anderen etwas schenken ohne etwas dafür zu erwarten.
    …wenn wir anderen helfen ohne sie verändern zu wollen.
    …wenn wir andere so behandeln wie wir selbst behandelt werden möchten.

    Ich finde, das passt ganz gut – „Leben und leben lassen“, auch wenn das manchmal nicht so einfach ist. Ich übe mich noch darin :-)…

    Eueren Weg finde ich bewundernswert und denke über vieles nach, was ich hier lese. Das mit dem „Abschotten“ finde ich schwierig – genauso schwierig wie „offen sein für andere Lebensentwürfe“…

    Liebe Grüße und eine schöne Vorweihnachtszeit!!!

  20. Ich glaube schon, dass man zu einem gewissen Grad weltfremd ist. Neulich war ein kleiner Junge aus dem KiGa bei uns zuhause zu Besuch und spielte ganz begeistert mit unserem Sohn an der von uns gebraucht gekauften Holzeisenbahn. Auf einmal hielt er inne, schaute sich in unserem Wohnzimmer um und fraget mich dann: „Wo ist denn euer Wohnzimmer?“. Er hatte keinen Fernseher finden können… Solche Dinge finde ich schade und in der KiTa des Sohns kommen wir uns oft vor wie Außerirdische, wenn es um Ansprüche an das Essen, die Beschäftigung der Kinder, Kleidung usw. geht. Wir kapseln uns dennoch nicht so sehr ab, denn ich merke, dass unser Sohn auch diese Denkweisen einfach kennenlernt und so dann einmal selbst entscheiden wird, was ihm wichtig und lieb ist.
    Liebe Grüße
    Linnea

  21. danke, für deinen wunderbaren blog, hier meine meinung zu diesem thema:
    ich denke mir, dass niemand so leben muss wie wir das tun. ich komme auch mit leuten gut zurecht die eine andere einstellung zum leben haben als wir. diversität ist wichtig und ich denke man kann aus allem schöpfen und schauen was für einem in dem jeweiligen lebensabschnitt passt und was nicht. ich kann absolut nicht mit menschen die dinge propagieren, welche sie selbst nicht leben, es aber von anderen verlangen. damit tu ich mir sehr schwer!

  22. Oh ich verstehe Dich so so so so gut, Du Liebe! Bei mir sind das leider gar nicht so weit entfernte Bekannte… sondern gleich nebenan in der eigenen Familie fängt es schon an. Ich könnte manchmal schreien. Und ich mag mich mit vielen Menschen nicht mehr umgeben… dafür entdecke ich aber auch immer mehr liebe Menschen, die mehr in meine Richtung gehen. Und das macht Spaß.

  23. Ich finde es toll, wie Du Dein Leben lebst. Ich bin mittlerweile 39, lebe in der „normalen“ Welt und stelle jedesmal, wenn ich meine wirklichen Lebensansichten äußere, meine Lebenstauglichkeit infrage. Die Kommentare der anderen verunsichern mich sogar in „fortgeschrittenem“ Alter noch. Deshalb, wenn Dir Leute schräg kommen, von wegen, Du konsumierst ja trotzdem oder so – was soll’s! Wichtig ist doch, dass man seinem Inneren nach so gut wie möglich lebt!

  24. Hallo
    Ich weiß was Du meinst. Manchmal kommt man sich vor als käme man von einem anderen Stern. Und man begreift nicht warum die anderen nicht auch aufwachen und etwas verändern.
    Liebe Grüße
    Desiree

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