Tragen – eine Alltagserleichterung gerade mit Kleinkind

Babys sollen getragen werden – das leuchtet vielen ein und ganz ganz viele Eltern tragen ihre Babys auch bereits. Aber wie ist das wenn aus Babys Kleinkindern werden?

Ich möchte euch erzählen, wie es bei uns ist. Getragen wurde das Herbstmädchen schon mit drei Tagen das erste Mal. Seitdem täglich. Mehrmals. Unterwegs sowieso. 

Aber auch im Haus ist das Tuch oder die Tragehilfe oft DIE Lösung.

Anfangs schlafen die Babys noch sehr oft und sehr viel im Tuch, je älter und aktiver sie werden allerdings ist das nicht mehr der Fall.

Meist so um den vierten/fünften Monat möchten die Zwerge mehr sehen von der Welt. Was die Mama/der Papa da so macht. Das geht allerdings schlecht wenn sie vor dem Bauch getragen werden. Die Lösung heißt nun nicht mit dem Gesicht nach vorne zu tragen (warum? Darum!) sondern ab mit den Zwergen auf den Rücken. Eine unglaublich angenehme Tragweise. Oder auch mit dem Sling auf die Hüfte. Die Babys können etwas sehen, sich aber gleichzeitig zurückziehen wenn sie zuviel gesehen haben oder müde sind. Wenn die Kleinen dann auf dem Rücken oder der Hüfte getragen werden, fällt der Haushalt oder der Alltag allgemein gleich noch ein Stück leichter, ohne Zwerg vor dem Bauch.

Nun werden die Babys ja noch aktiver, wollen doch so gerne und können aber noch nicht. Krabbeln, sitzen, laufen. Und auch wenn sie es endlich erlernt haben, ist es doch furchtbar anstrengend. Und so spannend alles. Schlafen ist da völlig out. Weil die Zwerge aber dennoch ihre Pausen brauchen, sage ich ganz klar, ab ins Tuch.

Beim Herbstmädchen war/ist es so:

„Power und Action bis zur völligen Erschöpfung, Schlafen? Nöööö! Mama, Tuch! Ahhhhh… Pause…. Und ich kann trotzdem gucken…!“

Auch heute mit über 14 Monaten ist mir das Tuch täglich mehrmals eine große Hilfe. Es gibt Tage da könnte ich definitiv NICHT ohne Tuch kochen oder mal eben durchsaugen. Schade, dass es mit Tuch in der Dusche eher nicht klappt. Derzeit machen wir auch gerne „Einschlaftragen“, funktioniert gerade besser als Einschlafstillen.

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Also nicht nur ihr Babyeltern da draußen tragt eure Herzstücke, auch ihr Kleinkindeltern macht euch das Leben leichter. Euch und das eurer Kinder!

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13 Kommentare zu “Tragen – eine Alltagserleichterung gerade mit Kleinkind

  1. Wir machen es ganz genau so mit der 21 Monate alten Krabbe :). Sonst käme ich in der Wohnung auch zu nichts und die Küche bliebe ständig kalt :D.
    Allerdings warte ich immernoch auf den Tag, an dem ich das schlafende Kind endlich mal ablegen kann ohne dass es aufwacht :/.

  2. Ich musste mir das mit dem Tuch unter der Dusche gerade bildlich vorstellen. Ein köstliches Bild ;-)
    Bambina hat leider nie ein Tuch oder unsere Manduca akzeptiert… getragen wurde sie fast immer, allerdings ganz ohne Tragehilfe auf dem Arm. Ganze 3x durfte ich sie kurz in die Manduca nehmen, aber nur auf dem Bauch. Rücken ist ganz schlimm für sie und sobald sie das Tuch auch nur sieht macht sie deutlich, dass sie es auf keinen Fall möchte. Schade, denn es hätte vieles vereinfacht, doch so hatte ich sie eben die meiste Zeit auf dem Arm. Es gibt wirklich schlimmeres ;-)

  3. Machen wir genauso und kann ich absolut unterschreiben. Wir tragen auch jeden Tag mehrmals. Unterwegs nicht immer, manchmal auch im Kinderwagen neuerdings. Er ist nun allerdings auch schon sieben Monate alt und sagt selbst an, ob er will oder nicht. Und so schieben wir nur solange,wie der Zwerg es toleriert. Denn das Tragetuch liegt unter ihm und ist jederzeit griffbereit. Ich schiebe ihn mit seinem Gesicht zu mir und das gibt uns zweien manchmal eine kleine Auszeit. Wir genießen es oft, wenn es draußen schon dunkel ist. Dann sind die Eindrücke begrenzt.

    Ich wüßte nicht, wie ich meinen Großfamilienalltag ohne das Tuch schaffen würde.

    Liebe Grüße
    Andrea

  4. Ich bekomme mittlerweile sofort Kopfschmerzen, wenn ich meinen 10 Kilo schweren Sohn auf dem Rücken trage. Es ist so so schade, denn das Tragen fehlt mir so sehr. Wie ist das bei dir/euch ?

    Liebe Grüße Julia

      • Wir haben ein Tragetuch und einen Bondolino. Ich habe auch bereits eine Trageberatung gemacht aber das Problem ist leider nicht besser geworden. Ich bin sehr klein und wiege nicht sehr viel. Deshalb fand ich den Bondolino damals als slimfit Variante ganz gut.

  5. Hallo,
    ich verfolge mit Freude deinen Blog und finde es schön Einblick in eine andere Familie mit kleinem Mädchen ( wir haben ein mittlerweile 8 Monate altes Grinsemädchen :-) )zu bekommen.
    Wir tragen unsere Maus in einer Bondolino Trage und kommen damit gut zurecht. Nun kommt der Winter und die Unsicherheit, wie schütze ich sie vor Wind und Wetter? Ist ein Tragecover zu empfehlen oder wie schützt ihr euer Mädchen??

  6. wir haben auch sehr gerne getragen – im Tragetuch. Am Bauch ist es aber mittlerweile zu unbequem und die Rucksacktrage bekommen wir einfach nicht hin. Mein Sohn wehrt sich bei der Prozedur mit Händen und Füßen und hinterher sitzt einfach nichts, wie es soll. Ich finde das wirklich schade

  7. Pingback: knapp 21 Monate Attachment Parenting – Teil 1 | Holzhütteneinblicke

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