Ermutigende Worte

Immer wieder erfahre ich bei Beratungen (Tragen, Baby Led Weaning etc. ) dass sich viele Mamas von Ihrer Umwelt so sehr verunsichert lassen, dass sie nicht (mehr) auf ihren Mutterinstinkt hören, obwohl sie das eigentlich sehr gerne möchten. Ein paar ermutigende Worte möchte ich deshalb heute hier lassen. Denn, ich finde, es ist wichtig dass man als Mama oder Papa auf das EIGENE Gefühl hört. Auf das Bauchgefühl. Nicht auf das was die Nachbarin der Schwägerin der Großcousine sagt. Man darf auch die Aussage eines Kinderarztes kritisch hinterfragen.

In vielen Bereichen ist es leider ganz alltäglich, man wird teilweise sehr stark unter Druck gesetzt, abwertend kommentiert oder auch abschätzend gemustert.

Vor allem in Sachen „Kindererziehung“ die tatsächlich eigentlich niemanden zu interessieren hat, außer die Eltern selber.

Schläft er schon durch?

Isst sie noch immer nichts?

Stillst du noch? (Meine Geschichte dazu)

Was, sie schläft bei euch im Bett? (Unser Familienbett)

Du impfst nicht??? 

Da kann dein Kind ersticken!

Du verwöhnst dein Kind wenn du sofort springst wenn es weint.

Diese und viele andere Aussagen sind leider Realität.

Wenn man Attechment Parenting (bedürfnisorientierte Erziehung) lebt, dann entspricht man leider nicht der Norm der heutigen Gesellschaft. Ich sage ganz klar leider, denn die Bedürfnisse meines (hilflosen) Babys zu erfüllen ist mich für das selbstverständlichste der Welt. Wie könnte ich nicht auf sein Schreien reagieren? Damit sich seine Lungen stärken??

Mein Appell an euch, die ihr verunsichert werdet. Steht hinter dem was IHR für richtig haltet. Seid selbstbewusst und lasst euch nur auf Diskussionen ein, wenn ihr wirkliches Interesse eures Gegenübers merkt. Wenn jemand nur ungefragt seine Meinung kund tut müsst ihr euch nicht rechtfertigen. Ihr gebt euren Kindern etwas ganz wertvolles mit auf den Weg – Liebe und Vertrauen. Und das passiert nunmal nicht wenn man sein Kind schreien lässt. 

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Vergesst nie: ES IST EURE FAMILIE

(Literaturtipps)

 

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12 Kommentare zu “Ermutigende Worte

  1. Wir leben auch einiges von AP, und leider musste ich feststellen, dass man sich tatsächlich oft dafür rechtfertigen muss. Das meiste muss ich mir zum Thema Tragen anhören, da kommt meist “ mei, wie sie drinhängt!“…. Oder zuletzt wurde sogar ziemlich dreist nachgefragt, ob das nicht wie fesseln ist! Tzz! Und ständig kommt, dass ich sie damit verwöhne, und wenn ich sage, man erfüllt nur die Bedürfnisse, wollen die das meist gar nicht hören, und es kommt wieder“ Nein nein das Kind wird verwöhnt!‘ Es nervt allmählich, und leider bin ich oft so überrumpelt und baff, dass mir spontan nicht immer was einfällt zu sagen. Hinterher ärgere ich mich dann aber doch. Leider. Aber wir gehen unseren Weg!

  2. Liebe subs,
    großartig. (Sorry dass ich immer das gleiche kommentiere ;o)
    Leider musste ich das auch lernen. Die ganzen Regeln die man mir, auch Hebammen und co. während der Schwangerschaft eingebläut hat zu streichen. Und unseren eigenen Weg zu bahnen. Und nach den ersten Babywochen dachte ich: Warum hat mir das keiner gesagt? Ich weiß alles (was ich zum Thema Baby wissen muss). Es ist in mir. Wirklich, diese klare Botschaft hätte mir viel mehr gebracht als alle Vorgaben wie wann welche Brust und wie lange und alle halbe Stunde die Seitenlage wechseln usw. Auch wenn ich hinter den AP Ideen stehe will ich auch davon nicht zu viel frischen Müttern aufzwängen. Ideen geben und Mut machen, aber nicht stressen mit all dem was zu tun ist, oder auf keinen Fall, oder…
    Im Nachhinein haben wir uns da vielleicht ein bisschen eingeigelt, in der ersten Babyzeit. Aber genau so fanden wir unseren Weg. Unseren ganz eigenen.
    Jede Familie kann das. Und sollte lieber öfter weghören. Und nicht vergleichen. Auch nicht mit AP.
    Herzlichen Gruß und weiter so!

  3. Guten Morgen,
    eigentlich ist es egal wie wir mit den Kindern umgehen, es ist sowieso falsch, meinen die lieben Mitmenschen. Ich mache es so wie ich es für richtig halte, außer die Ratschläge unserer Kinderärztin, die finde ich sehr oft klasse.
    Was mich mittlerweile zunehmend auch stört, dass man als nicht berufstätige Mutter komisch angeguckt wird.
    Viel schöner wäre es doch, wenn jede/r so leben könnte wie sie/er will und kann.
    Deine Worte sind daher Gold wert.
    Habe einen schönen Tag.
    Alles Liebe
    Sabine

  4. Huhu, ich habe deinen Blog durch Zufall entdeckt und freue mich darüber, bei dir zu lesen. Wir haben schon sieben Kinder und haben immer auch bedürfnisorientiert gehandelt. Das war am Anfang nicht leicht, denn wir sind damit gegen den Strom geschwommen. Oft musste ich mich rechtfertigen. Aber das ist nun vorbei und unsere Kleinsten genieße ich da ganz besonders. Ich fühle mich so frei.

    Liebe Grüße
    Andrea

  5. Hallo, hast Du schon mal daran gedacht, dass deine Tochter eine Schwangere anstecken kann. Z. B. mit Röteln??
    Ich hatte Röteln in der Schwangerschaft, mein Baby ist gestorben, das war eine schöne Erfahrung, und glaub mir ich hasse alle Eltern zutiefst, die so rücksichtslos sind!!! wie Du und Dein Mann!!!

    • Liebe Subs,
      Ich möchte ebenfalls gerne meine Gedanken bezüglich impfen teilen.

      Ich selbst bin Tochter von Impfgegnern, wurde als Kind lediglich gegen Tetanus geimpft. Dadurch dass alle anderen Kinder durchgeimpft waren, blieben mir die meisten Kinderkrankheiten erspart. Und das war weniger Glücksache, sondern eher die Sorgfalt der anderen.
      Erinnern kann ich mich noch an Keuchhusten, und ich wäre froh, wenn man mir das durch eine Impfung erspart hätte.

      Die Risiken einer Impfung sind statistisch verschwindend gering, verglichen mit dem Komplikationen wenn eine Erkrankung eintritt.

      Selbst wenn das Kind die Windpocken „durchsteht“: man vergegenwärtige sich die mögliche (häufige!) Folge, den Herpes Zoster (Spätfolge im Erwachsenenalter nach Windpocken), oder gar daraus folgende bleibende Nervenschmerzen (Zosterneuralgie). Also das möchte ich nicht selbst erleben und auch meinen hypothetischen Kindern ersparen!
      Ähnliches gilt für Mumps: kann bei Jungen zu Unfruchtbarkeit führen.

      Aber genug der „Angstmacherei“!

      Dazu kommt nun für mich nun als Erwachsene die Konfrontation mit den Kinderkrankheiten, die im Erwachsenenalter um einiges heftiger verlaufen. Daher habe ich alle Impfungen nachgeholt.

      Wem so etwas schlimmes passiert wie hier von trauernde Mama in den Kommentaren vorher geschildert, macht mich das sehr traurig und wütend.
      Allerdings muss man paralel auch anmerken dass man als Frau im gebährfähigen Alter eine Verantwortung für eigene Impfungen trägt.

      Nicht nur Schwangere sind gefährdet, auch Kinder (&Erwachsene) mit beispielsweise Immunschwächen.
      Es gibt Menschen, die dürfen nicht geimpft werden aufgrund von chronischen Erkrankungen, und für diese Menschen hat eine Ansteckung dann auch entsprechend sehr massive, bis hin zu tödliche Folgen.
      Das haben leider viele nicht im Blick.

      Und um das Geld-Argument noch aufzugreifen: der (Kinder-)Arzt verdient nur wenige Euro an einer Impfung (von denen Materialkosten noch abgezogen werden müssen). Eine Impfung ist für einen Arzt ganz und gar nicht lukrativ.

      Da du in deinem Blogpost impfen nur als Stichwort genannt hast, würde mich sehr interessieren, wie du genau darüber denkst und was deine Motivationen sind. Falls du dies nicht öffentlich tun möchtest würde ich mich sehr über eine Email freuen!

      Liebe Grüße,
      Zucchini

      • Vielen Dank für deinen Kommentar. Ich hoffe du bist mir nicht böse wenn ich dir sage, dass ich mich auf keinerlei Impfdiskussionen einlasse. Aus Selbstschutz und Zeitgründen…
        Hab einen schönen Tag
        Subs

  6. Ich denke generell jede Mama (und jeder Papa) muss einen eigenen Weg finden im Umgang mit seinem Baby. Und ich stimme absolut zu, dass man viele Aussagen (ja auch die von Ärzten) hinterfragen darf und soll. Bei unserer Tochter (14 Monate) wurde vor kurzem Neurodermitis festgestellt. Sie hat seit der Geburt immer trockene rote Flecken vor allem auf dem Bauch gehabt und war ein Schreibaby, das tagsüber nicht vom Arm (oder aus dem Tuch) gelegt werden konnte. Mein Mann und ich haben unsere Kinderärztin (eine, die eigentlich auf Homöopathie setzt) oft darauf angesprochen weil wir das Gefühl hatten es passt was nicht. Die Antwort war ein Jahr lang „das sind nur trockene Stellen“ und wir sollen sie nicht so oft (einmal pro Woche ist nicht oft) baden. Trotz vollem Stillen hatte sie mit vier Monaten eine schwere Bronchitis und jetzt wieder. Tja nun musste ihr Blut abgenommen werden damit in einem Allergietest festgestellt werden kann ob sie evtl. Unverträglichkeiten hat. Das Ganze kotzt mich so an! Man vertraut einem Arzt, weil man denkt, er oder sie weiß was Sache ist und dann sowas. Hätte ich bloß auf mein Bauchgefühl gehört, dann hätte man das bestimmt früher bemerkt. Aber woher hätte ich bei meinem ersten Kind wissen sollen, dass zB Kinder mit Neurodermitis häufig Atemwegserkrankungen haben?
    So genug geschimpft; Wünsche allen Eltern viel Kraft den eigenen Weg durchzuziehen (denn die braucht man ;)).

  7. Liebe Subs, auch ich stimme dir voll und ganz zu. Jeder bitte so, wie er oder sie es für richtig hält. Und als Pädagogin kann ich wirklich nur immer wieder sagen, dass Eltern auf ihr Bauchgefühl hören sollten.
    Aber es wird sich doch auch in alles eingemischt. Angefangen bei der Hundeerziehung, über die Hunde und die eigene Ernährung bis hin zur Arbeitsstelle. Wie oft musste ich mir schon anhören, wie du arbeitest im Waldorfkindergarten, lernen die Kinder dort auch ihren Namen zu tanzen. Da hilft nur lächen und ignorieren.
    Und auch beim Thema Impfen sollte jeder sich selbst ein Bild machen und danach entscheiden dürfen.
    Habt ein schönes Wochenende.

  8. Hallo, ich würde zu diesem Thema gerne etwas fragen, ich finde deinen Text toll und habe immer wieder das Gefühl von selbstzweifeln geplagt mich zu sehr von anderen leiten zu lassen….schwanke zwischen, egal was die anderen sagen ich mach wie ich meine und ich will aber doch nix falsch machen, vielleicht frag ich doch noch jemanden….mein Sohn ist 14 Monate und ich komme an den Punkt wo ich das Gefühl Habe er sollte lernen das man auch warten kann, heißt das nicht sofort und immer das passiert wie er möchte, Beispiel: einachlafstillen, ich weiß er kann Ohne Brust einschlafen, manchmal ist es aber so ein Theater, herzzerreißend, dann denk ich mir ich sollte seinen Willen aber ernst nehmen und möchte das er das auch weiß, Brust geben? Dann denk ich, ich möchte aber das er auch weiß mit Schreinen, sich aufs Bett schmeißen, etc. Kommt er nicht ans Ziel? Was soll ich da tun… Wäre für eine Antwort sehr dankbar…. eine verunsicherte Mama!

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