Kann man das noch essen?

Kürzlich war eine sehr interessante Doku auf ARD zu sehen. Kann man das noch essen?
Es ging kurzgefasst darum, wieviel Lebensmittel jeder Deutsche jährlich in den Müll wirft. 82 kg durchschnittlich. Das ist Wahnsinn oder?
Wer hat daran Schuld?

Die Hersteller, die ein Mindesthaltbarkeitsdatum von – meist zu kurzer – Dauer angeben.
Die Verbraucher, die alles frisch und neu haben möchten.
Oder auch die Politik? Die Milchwirtschaft? Die Fleischindustrie?

Ich fürchte jeder hat sein Päckchen zu tragen. Der eine mehr, der andere weniger.

Fakt ist, und das ergaben auch die Tests in der Dokumentation, das Mindeshaltbarkeitsdatum sagt beinahe nichts über den Zustand der Lebensmittel aus. Es ist lediglich ein Hinweis, eine Garantie, dass es bis zu diesem Datum sicherlich noch „gut“ ist. Aber auch Lebensmittel die das MHD überschritten haben, sind durchaus noch genießbar und keinesfalls gesundheitsschädigend wie anscheinend bei vielen Menschen – wenn auch unterbewusst – verankert ist.

Frische Lebensmittel kann man übrigens vor schnellem Verfall oder Verderb schützen. Ein wichtiger Punkt – Sauberkeit und Hygiene im Kühlschrank. Ich gebe zu, auch bei uns wird das mal vernachlässigt. Im Alltag bleibt oft keine Zeit um den Kühlschrank einer Grundreinigung zu unterziehen. Nachdem ich den Bericht gesehen habe, bin ich allerdings sofort in die Küche und habe angefangen. Denn sind erstmal Schimmelsporen im Kühlschrank, verbreiten die sich natürlich auch auf Lebensmittel die noch gut sind.
Weiter wichtig ist die richtige Lagerung im Kühlschrank. Hier kann man unter anderem nachgucken wo was wie gelagert werden soll.

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Wird weniger eingekauft – weil unsere Lebensmittel nicht so schnell verderben, dann werden das vielleicht auch die Konzerne irgendwann zu spüren bekommen und es wird sich hoffentlich etwas an der ganzen Problematik ändern.

Was uns außerdem gut hilft, ist nach Plan einzukaufen. Sicher, das klappt nicht jede Woche, aber immer wieder und dann ist es wirklich ein gutes Gefühl. Essenpläne schreiben, Einkaufsliste schreiben und gezielt einkaufen. So landet weniger im Müll und man spart zudem bares Geld.

Ein weiterer Filmtipp – Taste the Waste. Ich habe bereits öfter darüber berichtet. Sehr sehenswert!

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4 Kommentare zu “Kann man das noch essen?

  1. Huhu, ich habe den Bericht leider nicht gesehen, werde aber in der Mediathek mal danach schauen ! 82 kg Müll wirklich Wahnsinn !:-(
    Ich hab gelernt (auch früher von zuhause), dass man vieles verwerten kann, auch aus Resten kann man noch tolle Sachen zaubern ! Meine Mama hat z.B. noch Paniermehl aus alten Brötchen gerieben, wer macht das heute noch, hat doch kaum noch (Centartikel, zu viel Arbeit….) einer Lust zu und das ist leider in vielen Dingen so ! Schade, dabei sind doch unsere Resourcen auch begrenzt ! Vielen ist es leider egal ! Wir hatten auch mal eine nicht so gute Zeit (auch finanziell), da konnte ich auf viele alte Dinge von früher zurückgreifen, wie man aus wenig trotzdem etwas vollwertiges machen kann ! Und jeder hat doch seine Sinne, warum nicht einfach mal probieren, bevor man etwas wegwirft, oder ?! Am besten gleich weniger kaufen. Oder erst verbrauchen, dann neu kaufen !
    Liebe Grüße,
    Birgit

  2. Ich habe keinen Fernseher und es daher nicht gesehen. Aber das Problem kenne ich. Das MDH ist eigentlich zu kurz, und Viele werfen es dann lieber weg. Ich selber gucke ob es noch gut aussieht und auch gut riecht. Neulich habe ich einen Sojajoghurt gegessen, der schon zwei Monate abgelaufen war. Da war nichts dran, und ich lebe noch. Es wird einfach viel zu schnell entsorgt…

  3. Wieder ein interessanter Beitrag von Dir! Ich habe während meiner Ausbildung einiges über Lebensmittel ( und Nahrungsmittel, da besteht ein Unterschied) und deren MHD gelernt. Es ist erschreckend wie schnell Essen weggeworfen wird, welches noch vollkommen in Ordnung ist. Die wenigsten wissen allerdings, dass man es noch bedenkenlos essen kann. Manche Lebensmittel liefern ihre Verpackung ( Getreide z.B.) mit. Wie Birgit schon erwähnt, man kann aus zu viel gekauften Lebensmittel noch so manch Leckeres zaubern. Bei uns sind es immer mal wieder Bananen die ich zu viel kaufe, dann gibt es einen Bananen-Marmorkuchen oder Bananenmilch oder Joghurt-bzw. Quark damit. Vor allem jetzt in der kalten Jahreszeit, sind Bananen aus dem Backofen sehr beliebt. Das gleiche passiert mit Äpfel deren Schale schon „schrumpelig “ ist.
    Die Sauberkeit in der Küche ( und auch im Bad und auf der Toilette ) ist / sind enorm wichtig und trägt mit dazu bei, dass unser Essen länger genießbar bleibt. Das gehörte auch zu meiner Ausbildung dazu und ich habe das auch heute, wo ich nicht berufstätig bin, immer noch nicht abgelegt. Meinen Kühlschrank wasche ich, wenn möglich, einmal im Monat aus. Dazu braucht es auch keine Chemiekeule, sondern einfach warmes Wasser mit einem Spritzer Spüli drin.
    Ich schreibe auch Essenspläne und gehe mit einer Liste einmal die Woche einkaufen.
    Das hat sich als sehr gut erwiesen.
    Liebe Grüße
    Sabine

  4. Pingback: Minimalismus?! | Holzhütteneinblicke

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