Konsumverzicht 4.0

Konsumverzicht – was bedeutet das für mich?

Ich möchte nichts NEU kaufen, dass ich gebraucht kaufen, leihen und geschenkt bekommen kann.

Ich tausche Kleidung. Und anderes. Privat oder Online.

Ich überlege bevor ich kopflos kaufe und frage mich durch ob jemand etwas, das ich haben möchte, hat und loswerden will.

Und ich leihe und verleihe. 

Bücher, Haushaltsgegenstände oder DVD´s. Vor einigen Wochen hat mich eine liebe Leserin angeschrieben ob mein Angebot noch steht und ich ihr die beiden Filme Plastic Planet und Taste the Waste leihen könnte. Klar. Gerne. Je mehr Menschen diese Filme sehen, desto besser! Und das mache ich natürlich ohne eine Leistung dafür zu erwarten, ich freue mich, wenn sich diese Filme verbreiten.

Diese Wochen kamen sie zurück und ich bin sprachlos, als Dankeschön haben wir nämlich ganz unglaublich zauberhafte Stulpen bekommen. Tausend Dank dafür! Ist das nicht schön? Man kann sich das Leben gegenseitig so schön machen, so bereichern.

plastic

Kürzlich half ich zwei Freundinnen bei dem Thema Tragetuch/Tragehilfe. Da sehe ich keinen Grund etwas abzurechnen. Aber als Dankeschön erhielt ich beide Male Gemüse und Obst aus dem Garten. Ein richtiger schöner kleiner Tauschkreis.

paprika

Das macht ein richtig gutes Gefühl. Ich helfe mit meinem Wissen und bekomme dafür so tolle Sachen.

Ich möchte das gerne weiter so handhaben. Auch umgedreht natürlich. Wenn ich mir etwas ausleihen darf, dann bedanke ich mich dafür mit einer Kleinigkeit. Macht doch einfach mit!

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11 Kommentare zu “Konsumverzicht 4.0

  1. So ähnlich handhabe ich es auch. Dinge welche hier nicht mehr benötigt werden, werden entweder verkauft, getauscht oder auch verschenkt. Wenn ich verschenke, dann frage ich immer zuerst meine allerbeste Brieffreundin. Ich erwarte da dann gar nichts, bekomme jedoch jedesmal etwas zurück geschenkt. Entweder macht sie das selbst oder kauft es. Beides ist immer perfekt.
    Ach ja, oder ich Spende Sachen die wir nicht mehr gebrauchen. Vor allem die Kleidung meiner Tochter schicke ich an einen Verein, dieser bringt die Hilfstransporte nach Bulgarien, Ungarn usw. Beim Spenden denke ich zuerst an die Kinder, die sind mir wichtig.
    Dein Blog gefällt mir so gut, dass ich jeden Tag bei Dir vorbei schaue.
    Liebe Grüße
    Sabine

    • Im Konsumverzicht übe auch ich mich, entschlossen habe ich mich dazu Anfang des Jahres, bedingt dadurch, weil ich so viel an Material für meine Hobbies habe und dadurch schon Platzmangel herrscht. Seit meinem Beginn im Februar oder März klappt das ganz gut. Jetzt im Herbst habe ich immer so eine “ Ich muss das unbedingt kaufen-Phase“.
      Das scheint dieses Jahr deutlich besser zu sein und es zieht auch bereits in anderen Lebensbereichen ein.
      Ich könnt ja ewig darüber schreiben, höre jetzt aber trotzdem auf.
      Hab‘ eine schönen Sonntag.
      Sabine

  2. Sooo schön, ich finde, wenn man etwas von Herzen macht (Wissen weitergeben, babysitten, nähen, Gemüseüberschuss weitergeben, …), dann kommt auch etwas von Herzen zurück. Und diese Gesten machen die Welt um uns ein bissl besser. Dein Blog regt sicher nicht nur mich immer wieder zum Nachdenken an, danke!
    Alles Liebe, Martina :-)

  3. Ich finde das absolut super und versuche das auch..ich kaufe sehr gerne second hand und vor allem bei den Kindern finde ich auch immer wunderschöne sachen dabei (oder stricke/nähe auch mal selbst)..verschenkt hab ich auch schon immer gern aber tauschen, leihen und das geben und nehmen von dem du sprichst.. (letztendlich auch recyclen..in der Konsequenz weiter gedacht), das sind super Ideen und da sollte ich wirklich noch ein bisschen mehr verfolgen;) sehr schönes thema!
    lg! sarah

  4. Liebe Subs, Deine Ansätze und Gedanken finde ich super! Vor allem finde ich es sehr schön, dass du so viel Gutes zurückbekommst wenn du etwas gibst.
    Ich kaufe auch sehr wenige Klamotten neu (ich liebe den kleiderkreisel!), bin Stammkundin in der Bücherei und überlege mir Neuanschaffungen wirklich genau. Ich sortiere auch immer wieder meine Sachen aus (vor ein paar Monaten kamen an die 200Bücher weg und immer wieder verschenke ich Kleidung von mir), dennoch ist unser Haus voll mit so viel Kram, das nervt mich! Gerade die Kinder bekommen von Verwandten so viel geschenkt und oft verbaseln wir sogar neue Sachen, finden nichts wieder. Da ist bei uns eindeutig Luft nach oben drin!!
    Ganz liebe Grüße!

  5. Ein Hinweis auf mögliche juristische (und dann sehr teure) Probleme von mir zum Thema DVD leihen:
    Bei normalen Kauf-Medien ist der Verleih ausdrücklich in den Nutzungbedingungen untersagt.
    Der (hier auch noch öffentlich offerierte) Verstoß könnte schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen.
    So wichtig und verbreitenswert der Inhalt sein mag und so löblich das Anliegen der Filmemacher auch sein könnte – so kommerziell ist das Interesse der Produzenten und der Herausgeber…!

    Dem Grundanliegen von „Konsumverzicht…“ stimme ich zu und finde es sehr wichtig.
    Da können nicht genug Menschen drüber nachdenken und mitmachen.

    Viele Grüße, Detlef

  6. Pingback: Bemerkenswertes im Wochenrückblick

  7. Ja, so geht das!
    Ich denke manchmal beim Blick in die Küche z.B. dass wir im Müll leben… weil fast alle unsere Sachen Dinge sind, die andere einfach vor die Tür gestellt haben. Natürlich sind sie toll und nicht wie Müll.
    Was ich schräg finde ist, dass viele Leute (besonders langjährige Hausbewohner) ihre Keller und Dachböden voll mit Dingen haben, die sie nie wieder benutzen wollen. Dinge sollten doch besser im Fluß bleiben.
    Schön dass Du davon schreibst (das hab ich schon oft im Kommentar gesagt, ne?) und motivierst.
    Ganz lieben Gruß!

  8. Pingback: Tauschgeschäfte | Holzhütteneinblicke

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