Plastikfrei in der Küche

Ja, das Thema Plastikfrei spielt immer noch, immer wieder eine große Rolle. Beim Einkauf hat sich Plastik fast erledigt, wir bekommen ja die Biokiste geliefert und wenn ich den Rest im Biomarkt einkaufe, verwende ich dort nicht einmal die Papiertüten. Einiges – wie Nudeln – bleibt aber leider in Plastik verpackt. Auch im Biomarkt.

Wie es bei uns im Badezimmer (fast) ohne Plastik funktioniert, habe ich euch schon einmal erzählt. Als nächstes möchte ich gerne Holzzahnbürsten testen, wir haben zwar eine elektrische, aber auch noch Handzahnbürsten für unterwegs und für das Herbstmädchen.

In der Küche haben wir tatsächlich beinahe kein Plastik mehr, noch ein paar alte Schüsseln, die aber eigentlich nur zum ausräumen für das Herbstmädchen da sind. In Gebrauch sind die nur noch wenn keine andere Alternative mehr frei ist. So eine Umstellung von Plastik auf Alternativen (Glas, Edelstahl, Keramik..) geht natürlich nicht von heute auf morgen. Das braucht Zeit und Geld. Und da wir uns auch im Konsumverzicht üben, möchte ich nichts was noch in Gebrauch ist, einfach wegwerfen und dafür etwas neues kaufen. Das wäre ja irgendwie auch verkehrt. So versuche ich, beispielsweise die Schüsseln die ich nicht mehr in der Küche haben möchte, für anders zu verwenden, also Aufbewahrungskisten für Krimskrams, ich verschenke sie oder warte tatsächlich bis sie ihre Dienste geleistet haben und kaputt gehen. Dann wird ausgetauscht.

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Kürzlich habe ich ganz tolle Sachen von KidsKonserve über Ramona erstanden. Ich bin total begeistert. Für unterwegs als Trinkflasche für das Herbstmädchen haben wir eine Edelstahlflasche von Pura Kiki oder einen Becher aus Bambus. Ich bin ja immer noch begeisterte Emil-Trinkflaschen-Fan.

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Da wir kein Fleisch zubereiten, können wir super mit Holzbesteck und Brettern in der Küche arbeiten. Ich habe ganz harte Bambusbretter, die alle paar Wochen mal mit (Oliven)Öl eingerieben werden und ansonsten nur heiß gewaschen werden.

Zum Reinigen von Geschirr oder Arbeitsflächen verwende ich wiederverwendbare Tücher die man im Drogeriemarkt bekommt und heiß waschen kann.

Zur Aufbewahrung von Lebensmitteln, sammle ich alte Gläser (Oliven, Kichererbsen, Mais….). Oder größere Gläser dürfen auch mal neu gekauft werden. Wir füllen alles sofort um, sobald die Packung geöffnet wurde.

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Was mir aktuell noch ein Graus ist, sind die Plastikflaschen in denen Spülmitteln etc. aufbewahrt wird. Wobei ich auch hier schon umgestellt habe. Für den Geschirrspüler gibt es schon lange keine Tabs mehr, da wir mit der Spülleistung nicht zufrieden waren. Wir sind auf Pulver umgestiegen, das 1. im Karton verkauft wird und 2. super ergiebig ist. Wenn das leer ist, probiere ich aber aus Geschirrspülmittel nach diesem Rezept selber zu machen.

Einfrieren geht auch ohne Plastik, Maria hat es bereits getestet.

Schritt für Schritt…

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13 Kommentare zu “Plastikfrei in der Küche

  1. Super! Ihr seid schon wesentlich weiter als ich, aber ich finde die Einstellung nichts wegschmeißen zu wollen genau richtig. Ich tue mich manchmal schwer damit geeignete Alternativen zu finden, da ich am Liebsten alles gebraucht erstehen möchte, um Ressourcen zu schonen (und meinen Geldbeutel natürlich auch^^).

  2. Wow, das ist echt beeindruckend! Da denkt man direkt selber mal drüber nach, wieviel Plastikmüll man produziert…

    Spontan fällt mir zu dem Thema Nudeln in Plastikverpackung folgendes ein: selbst gemachte Pasta!

    Das hab ich früher (in meinem anderen Leben ohne Baby) oft gemacht, weils total lecker ist! Einfache Sorten wie Spaghetti, Tagliatelle und Lasagneplatten kann man mit einer ganz einfachen Nudelmaschine herstellen und trocknen.

    Bei Interesse leih ich dir gern mal meine Nudelmaschine, aktuell komm ich nicht zum Pasta machen… :)

  3. Ja der Kampf gegen Plastik ist nicht immer einfach und manchmal auch teuer. Ich wünschte ich hätte vor 10 Jahren, als wir in unser Haus gezogen sind, damit angefangen… da wäre manches einfacher gewesen. Na ja aber inzwischen sind auch bei uns fast alle Plastikteile aus der Küche verschwunden und überwiegend nur noch Griffe (z.B. Brotmesser, Sparschäler usw.) aus Plastik vorhanden.
    Bezüglich der Nudeln kann ich auf die Fattoria La Vialla (http://www.lavialla.it/de/) verweisen. Dort wird alles plastikfrei verpackt (auch die Nudeln) und wird ohne Plastikknallfolie u.ä. verschickt. Inzwischen kaufe ich dort Mehl und Nudeln, den leckeren Honig und das Olivenöl so wie auch den einen oder anderen Wein. Natürlich ist auf der Fattoria alles Bioqualität.

    Liebe Grüße aus der Nähe von München

    P.J.

  4. Ich hatte meinen großen Vorratsschrank auch nahezu plastikfrei. Dann haben wir uns mit dem Biomehl oder den Haferflocken oder was auch immer die Mehlmotte eingeschleppt. Die macht leider vor ordinären Schraubgläsern kein halt, sie schlängeln sich einfach durchs Gewinde. Ehe wir sie fanden, waren 50% unserer Vorräte befallen. Den Rest haben wir aus hygienischen Gründen auch vernichtet. Seither benutze ich wieder mit mehr Demut meine Locklock-Dosen. Da bleiben die Tiere wenigstens drinnen ;)

    Kennst du den Test mit der Erdölbelastung in Papierverpackungen am Beispiel von Haferflocken? Da schneiden die Bioanbieter leider auch nicht gut ab :( Es wird einem wirklich nicht leicht gemacht mit dem Plastikverzicht.

  5. Pingback: Nachhaltig in der Küche | blauerhibiskus

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