Weltstillwoche

Weltstillwoche. Jetzt.

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Schon in der Schwangerschaft war mir klar, ich möchte mein Baby stillen. Und ich bin froh und dankbar, dass es relativ unproblematisch geklappt hat. Startschwierigkeiten hatten wir. Wie wohl beinahe jeder. Aber mit der richtigen Literatur, Bauchgefühl und Mutterinstinkt haben wir das ganz gut gemeistert.

Leider bekommt man immer wieder – gut gemeinte – Tipps und Ratschläge die einen als frisch gebackene Mama ganz schön verunsichern können und die Stillbeziehung unnötig verkomplizieren.

*Leg dein Kind nicht so oft an, du musst mindestens zwei Stunden warten

*Die Milch reicht nicht, du musst zufüttern

*Gib dem armen Kind doch noch Wasser oder Tee

*….

Gar nicht so einfach, da auf sein Bauchgefühl zu hören. Man möchte doch nur das Beste für sein Kind. Ich bin froh, schon in der Schwangerschaft Das Stillbuch von Hannah Lothrop gelesen zu haben, um genau diesen Ammenmärchen selbstbewusst gegenüberstehen zu können.

Ich kann allen (werdenden) Mamas da draußen nur raten – hört auf euer Gefühl, wenn euer Kind an die Brust will, lasst es. Die Natur hat sich schon was dabei gedacht. Auch wenn es anfangs gefühlt IMMER an der Brust ist, oder halbstündlich trinken will. Wer sich unsicher ist, dem empfehle ich Kontakt zu einer Stillberaterin oder zu einer Stillgruppe aufzunehmen. Sich dort auszutauschen tut wirklich gut, ermutigt und zeigt ich bin nicht alleine. (Und die Nachbarin der Tante der Oma der Schwester hat nicht Recht… )

Stillgruppen gibt es in vielen Städten, guckt hier auf der Homepage von LaLecheLiga, oder hier bei AFS. Seid mutig – holt euch fachkundige Hilfe.

Wir stillen noch. Und das ist auch gut so. Ich denke wir dürfen uns sehr bald zu den „Langzeitstillern“ zählen, was auch immer das heißen mag. Ich stille, weil ich finde mein Herbstmädchen braucht es. Genauso wie ich. Diese Nähe und Zärtlichkeit ist einfach unbezahlbar. Die WHO empfiehlt übrigens 6 Monate ausschließlich und mindestens zwei Jahre zu insgesamt zu stillen.

Kommentare wie „du stillst noch?“ antworte ich je nach Laune entweder mit o.g. Empfehlung samt weiterem Hintergrundwissen warum das für uns so wichtig ist, oder flapsig á la „mit 18. wird sie schon aufhören“.

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*Natürlich darf jede Mama für sich selber entscheiden, ob sie stillen möchte oder nicht!! Das möchte ich hier noch einmal ganz ausdrücklich erwähnen. Es sollte keine Mama unter Druck gesetzt werden oder sich Vorwürfe machen, wenn es wider Erwarten nicht klappt.

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10 Kommentare zu “Weltstillwoche

  1. ach ja. Stillen ist soooo schön!! Und auch ich durfte mir wöchentlich 2x von meiner Mutter anhören, stillst du IMMER noch??? Jetzt hat sie sich mit gut 9 Monaten selber abgestillt, dh sie hatte absolut kein Interesse mehr dran! Auch das gibt’s. Ich hätte auch noch länger ausgehalten… ;-)
    Liebe Grüße!

  2. Ich stillte meine Tochter knapp zwei Jahre, sie wollte nicht mehr. Das war gut so, ich würde wieder so lange stillen wie das Kind möchte. Wenn das Stillen, aus welchem Grund auch immer, nicht klappt, dann ist es auch gut so. Das Buch von Hanna Lothrop hat mir auch oft geholfen.

  3. Ich hab auch Beide gestillt. Die Große hat aber auch Flasche bekomme da ich mir da hab reinreden lassen. Sie war halt sehr klein und zierlich und hat schlecht zugenommen, so dass ich auf das Umfeld gehört hatte und zugefüttert habe.
    Beim Kleinen wusste ich dann schon mehr und ihn habe ich dann 18 Monate gestillt. Es war eine wunderbare Erfahrung und ich bin froh das es bei uns bei Beiden problemlos geklappt hat.
    Mir hat übrigens das Much „Handbuch der stillenden Mutter“ von der LLL sehr geholfen.
    LG, Katja

  4. Irre wie wenig Ahnung bzw. was für falsche Meinungen viele Menschen zum Thema Stillen haben.
    Im Nachhinein bin ich echt froh wie wenig ich mir da hab reinreden lassen, das ist ne Leistung bei all dem Gequacksalbere. Von einem Frauenarzt wurde ich richtig angemault dass ich in Monat 14 immernoch stillte und er war nicht der enizige der mir riet sofort damit aufzuhören.
    Leider hat mir nie jemand gesagt: Du weißt alles. (Das hab ich irgendwann für mich selbst rausgefunden) Es gibt so viele komische Regeln mit Uhrzeiten, und wann welche Brust und immer beide und sowas. Wie Du sagst, es verunsichert nur. Sehr.
    Mein Lieber hat auch ab und an in das Stillbuch von Lothrop geschaut wenn wir uns dann mal unsicher waren (oder wieder verunsichert wurden).
    Unser Mädchen hat nicht einmal aus der Nuckelflasche trinken müssen und irgendwann merkten wir beide als es Zeit war aufzuhören.
    So schön dass Du solche Themen ansprichst, hoffentlich stolpern auch „Ahnungslose“ hier rein und lassen sich inspirieren bzw. Mut machen.
    Ganz lieben Gruß!

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