Im Familienbett

Weil wir gestern ja schon beim Thema einSCHLAFEN waren, noch ein paar Worte zum Familienbett, wie wir es praktizieren.

Noch bevor das Herbstmädchen auf der Welt war, haben wir über E*bay Kleinanzeigen ein wunderbares Beistellbettchen gefunden. Gebraucht, gut, günstig. Vom Schreiner gemacht.

Darin gelegen ist das Herbstmädchen wenn es hochkommt 10 Nächte. In 9 Monaten. Für mich, für uns zu unpraktisch. Ich stille sie in den Schlaf, meistens im sitzen. Danach lege ich sie auf die Matratze und schleiche mich noch einmal für ein, zwei Stunden davon. Wenn ich dann ins Bett komme, bin ich jedesmal wieder überrascht und entzückt, wie sehr man so ein kleines Wesen vermissen kann, wenn man eine Stunde nicht zusammen war. Ich betrachte sie im schwachen Rotlicht und bin meistens so müde, das ich innerhalb von zwei Minuten einschlafe. Manchmal stille ich sie direkt noch einmal, weil ich merke sie wird unruhig.

Der Rest der Nacht verläuft unterschiedlich. In guten Nächten, wird sie ungefähr alle zwei Stunden unruhig (nicht wach) ich drehe mich zu ihr, ziehe mein Shirt hoch und wir beide schlafen noch während dem Stillen wieder ein. In schlechteren Nächten passiert das gerne mal im Halbstundentakt und sie schläft auch nicht direkt wieder ein, sondern erst nach 10-30 Minuten, die sie liegend auf meinem Arm verbringt.

Wir schlafen zusammen unter einer Bettdecke, der Liebste hat seine eigene. Anfangs hatten wir einen Schlafsack, aber auch der hat sich für uns als unpraktisch herausgestellt. Angst, dass ich sie erdrücke oder ihr die Decke über den Kopf ziehe habe ich nicht. Ich vertraue da voll auf meinen Mutterinstinkt.

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Die wesentlichen Vorteile die das Familienbett für MICH hat…

– ich muss nicht aufstehen um zu stillen und werde meistens nicht mal richtig wach

– das Herbstmädchen hat schon die Brust im Mund, da ist es nur unruhig und wird somit auch nicht richtig wach

– ich merke sofort (!) wenn etwas nicht in Ordnung ist, sie schlecht Luft bekommt (wegen einem Schnupfen etc) oder sie schlecht träumt

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Oft lege ich ihr meine Hand auf den Brustkorb, zur Beruhigung. Für sie. Und mich. Oft halte ich auch einfach nur ihre Hand. Und ganz manchmal drehe ich mich sogar von ihr weg. Aber nie für lange.

Das Beistellbett dient derzeit als Ablagefläche und Rausfallschutz. In naher Zukunft ist geplant, das Bett um weitere 90cm zu vergrößern. Für mehr Bewegungsfreiheit. Vor allem für mich ;)

Natürlich muss und darf jeder für sich entscheiden, ob das Familienbett in die Familie passt. Für mich… für uns gibt es nichts natürlicheres und somit auch gar keine Alternative. Wir lieben unser Familienbett. Wenn ihr skeptisch gegenüber dem Familienbett seid, könnt ihr hier ein paar Ammenmärchen nachlesen. Ich kann das nur so bestätigen. Und jedem empfehlen!

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Das rote Tuch das ihr im Beistellbett sehen könnt, ist übrigens unser Geburtstuch – das Tuch und das unser kleines Mädchen direkt nach der Geburt gehüllt wurde. Und auch der Geburtsstein liegt neben dem Bett. Als Zeichen und Erinnerung. Als Schutzstein für das Herbstmädchen.

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7 Kommentare zu “Im Familienbett

  1. Ich finde das Familienbett soooo wichtig! Unsere große Tochter wird 18, sie hat fast 10 Jahre mit in unserem Bett geschlafen und die kleine Tochter wird auch im Sommer 10. Sie denkt gar nicht daran, umzuziehen :) Sie hat ihre Bücher neben unserem Bett liegen und liest jeden Abend bei uns, dann muckelt sie sich ein und schläft. Ihr Bett wurde bisher nur ganz selten benutzt.

  2. Oh, da gibt es viele Gemeinsamkeiten zu uns <3
    Wir haben jetzt endlich 1.80 Meter und es ist immer noch zu eng. Herr Svensson zieht es vier, quer im Bett zu schlafen und braucht somit mehr Platz als wir…

  3. Bei uns ist es genauso! Der kleine schläft bei uns in der Mitte oder zwischen Beistellbett und mir, je nachdem, welche Seite gerade dran ist beim stillen, oder wie ich gerade am besten liegen kann. Im Beistellbett schläft er nachts garnicht (tagsüber kann man es in der Wohnung rumrollen, da liegt er dann schon öfter drin, wenn er nicht im Tuch steckt), es dient auch als Ablage und mit einem Handtuch ausgestattet als Wickeltisch für nachts wenn nötig. Ich bin auch froh, dass wir es haben, dann hört das Bett nicht genau neben mir auf ;-) Angst, dass er erstickt hab ich auch nicht, ich hätte eher Angst, dass er total unglücklich alleine in seinem Bettchen liegt. Schlafsack haben wir hier auch nicht, er liegt auch mit unter der Decke!
    Die Große schläft auch in unserem Schlafzimmer, aber in ihrem eigenen Bett. So ist man auch sensibel für alles und es klappt auch erstaunlich gut, wenn hier nachts gestillt wird. Dadurch, dass man so schnell reagiert, wird auch keiner wach durch Geschrei!
    Liebste Grüße von Meike

  4. Pingback: Familienbett 2.0 | blauerhibiskus

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