Wie nachhaltig lebe ich?

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Wie groß ist mein ökologischer Fußabdruck? Das frage ich mich immer wieder. Ich versuche ihn so klein wie möglich zu halten, im Rahmen meiner (unserer… schließlich trage ich die Verantwortung für ein Baby) Möglichkeiten. Ich kasteie mich aber nicht selber und erlaube mir Ausnahmen. Sei es der Urlaub bei dem wir 750 Kilometer mit dem Auto gefahren sind oder mal eine Leggins von H&M. Den größten Teil meines Lebens lebe ich Nachhaltig, vermeide Müll, oder trenne ihn ganz strikt wenn es nicht möglich ist ihn zu vermeiden. Versuche Obst und Gemüse selber anzubauen/ernten (noch im kleinen Rahmen, vielleicht irgendwann autark), versuche mich so gut es geht vegan zu ernähren, kaufe Bio/Receyclingprodukte, versuche vieles selber zu machen, weniger oder Second Hand zu kaufen, vermeide Produkte von Firmen die Gentechnik verwenden/Tierversuche machen, spare Strom, Fahre nur das nötigste mit dem Auto. Wo ich zum eigentlichen Punkt komme.

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Wir haben zwei Autos, der Liebste muss damit täglich zur Arbeit (und nein, hier gibt es keinen Bus) und ich brauche es für Arztbesuche, Besorgungen, Termine mit dem Herbstmädchen… Wir wohnen ziemlich ländlich, in unserem Ort gibt es außer 20 Häusern nichts. Zum Glück muss ich nicht täglich wohin, Brot etc machen wir meistens selber, Gemüse und Obst bekommen wir geliefert und wenn ich beispielsweise einmal wöchentlich in unseren Babykurs fahre, verbinde ich das mit dem restlichen Wocheneinkauf oder anderen Besorgungen. Zum Geburtstag habe ich nun etwas ganz tolles bekommen, damit möchte ich zukünftig Fahrten in den Nachbarort (Post, Apotheke, Bekannte besuchen) unternehmen und das Auto immer öfter stehen lassen. Der Fahrradanhänger ermöglicht mir das. (Ich fahre übrigens KEINE Hauptstraßen, sondern Schleichwege, Feldstraßen, umbefahrene Straßen. Anders würde ich mich mit Anhänger und Baby nicht wohlfühlen) Ich möchte niemandem meine Art zu Leben aufzwingen oder eine andere Lebensweise schlecht machen, ich freue mich aber dennoch über Rückmeldungen die ich hin und wieder per Mail oder persönlich bekomme, dass der ein oder andere plötzlich auch anfängt umzudenken. Achtsamer zu sein. Und wenn es nur Kleinigkeiten sind. Genau das ist einer der Gründe warum es sich für mich lohnt über UNSER leben zu bloggen, zu erzählen wie WIR das machen. Und vielleicht ein kleines bisschen Vorbild sein, Augenöffner oder einfach nur zum Nachdenken anzuregen.

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*ich schreibe hier absichtlich ich VERSUCHE… Oder MEISTENS… Denn es gibt Tage oder Situationen in unserem Leben da ist es nicht möglich 100% ökologisch oder nachhaltig zu sein. Dazu stehe ich und habe auch nie etwas anderes behauptet.

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16 Kommentare zu “Wie nachhaltig lebe ich?

  1. das hast du wunderbar geschrieben, liebe subs.
    so sieht es hier auch aus.
    wir versuchen das was möglich ist. jeden tag aufs neue.
    und gerade sowieso weniger ist mehr.
    und brauche ich das wirklich.
    ich denke es kommt einfach auf das bewusstsein an.
    auf das versuchen, wo es möglich ist.
    auf das hinterfragen.
    und das ehrlich an dem ganzen.
    es sind doch die kleinen schritte. die vielen kleinen schritte.

    hab einen feinen tag.

    liebgruss
    eni

  2. Oh, ein Fahrradanhänger ist eine prima Sache! Wir benutzen unseren täglich und haben somit kein Problem mit langer Parkplatzsuche in der Stadt oder ewig langen Straßenbahnfahrten. Wenn es regnet nehmen wir einfach Regenjacke und -hose, sowie Gummistiefel. Mein Mann und ich arbeiten beide in einem Büro und der tägliche Arbeitsweg mit dem Fahrrad somit genau das Richtige, um sich ein bisschen auszutoben. Wir haben einen Zweisitzer und konnten somit unsere beiden auch schön öfter spazieren fahren oder den Großen zur Krippe bringen, während die Kleine dabei war.
    Liebe Grüße,
    Kathrin

  3. Habt Ihr schon mal über ein E-Bike nachgedacht? Hier in der Großstadt ist es für relativ kurze Entfernungen mit vielen Ampelstopps etc. weniger sinnvoll, aber in ländlichen Gegenden ist es ein wirklich adäquater, fast vollwertiger Ersatz für ein Auto. Entfernungen von ca. 15 km (z.B. zur Arbeit o.ä.) überlegt man sich ja mit einem normalen Fahrrad dann doch, aber mit einem E-Bike geht das wie im Flug… und macht auch noch total Spaß. Mein Vater hat seit einigen Jahren eins (mit Anhänger) und macht alles damit!

    • bin gestern das erste Mal mit einem gefahren (die Schwiegermama hat eines) … es scheitert aber weniger an der Entfernung als an der Straßentauglichkeit, bzw. in die nächste Stadt müsste man über eine vielbefahrene Hauptstraße, das möchte ich aber mit Baby im Hänger nicht… Vielleicht wenn wir uns mal sicherer sind…
      Zur Arbeit fährt der Liebste leider 35Km, das scheidet aber auch aus, was aber noch für iiiiirgendwann im Gespräch steht, ist ein Elektroauto…

  4. danke für deine Berichte. es stimmt schon, dass du damit zum nachdenken anregst. bei manchen Sachen denke ich mir dann auch…. aha, das könnten wir doch auch bei uns umsetzen. oder was kann ich zu Hause noch machen. ganz toll finde ich, dass es Menschen gibt, die doch noch sehr naturverbunden sind und sich Gedanken machen und nicht alles als gegeben hinnehmen.

    wenn man sich mit deinen themen, anliegen und gedanken beschäftigt, dann erdet man sich langsam wieder. und ich bin grad dabei nach langem „suchen“ mich schön langsam zu erden und meinen weg zu finden.

    dein blog ist viiiiiel besser als so manche Zeitschrift über solche Themen 😉;-)
    danke! freue mich über weitere einträge!

    liebe Grüsse
    sabine

  5. Großartig gut.
    Gerade beim Radeln im strömenden Regen überlegte ich „Und wie nachhaltig leben wir nun wirklich?“, nicht ohne den Langstreckenflug von letztem Herbst im Hinterkopf… keiner ist perfekt und keiner muss das sein. Ich sehe viele Handlungen auch als „Zeichen setzen“ und denke oft daran „Genau das will ich meinem Mädchen vermitteln. Und wenn viele kleine Leute viele kleine Dinge tun… können sie hoffentlich mehr Bewusstsein schaffen.
    Mein Mädchen schläft gerade im strömenden Regen vor der Tür. In der Kutsche, die quasi unser Auto ist. Ich frage mich oft wie ich kinderlos ohne Anhänger leben konnte. So praktisch!
    Kruss!

  6. „Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann – Tatsächlich ist dies die einzige Art, in der die Welt jemals verändert wurde.“ Margaret Mead

    In diesem Sinne: mache umbedingt weiter so! Viele kleine Dinge können schließlich im Großen viel bewirken! :-)

    Herzliche Grüße,
    das Sonnenmädchen

  7. Liebe Subs, danke für den schönen Bericht. Wir versuchen auch so umweltfreundlich wie möglich zu leben.Vegan, kein Auto, Plastikmüll vermeiden (obwohl ich mich jedes mal erschrecke, wieviel es dann doch wieder ist), Müll trennen etc. Ich finde es toll, dass es soviele junge Menschen gibt, die sich gedanken machen.Obwohl ich im realen Leben leider zuviele kenne, die es nicht tun.
    Ich mag deinen Blog.
    Liebe Grüsse aus dem Ruhrgebiet. Dani
    Mich würde noch sehr interessieren, ob ihr ein gutes neues zuhause für euren Hund gefunden habt?

  8. Eigentlich schlimm, dass Du Dich noch am Ende so „entschuldigen“ musst. Wenn die meisten Leute so sehr versuchen würden, nachhaltiger zu leben, wie Du das tust, wäre uns allen schon geholfen.
    Geht mir ja ähnlich. Und ich finde es immer wieder erstaunlich, dass man z.B. allein als Veganer vorgehalten bekommt, „Gutmensch“ zu sein… obwohl ich eigentlich sicher bin, dass ich nicht missionarisch unterwegs bin… Ich denke oft, dass es vor allem die Leute sind, die sich „ertappt“ gefühlt haben mit ihrem eigenen schlechten Gewissen, die dann besonders die Klappe aufreissen. Ätzend.
    Du machst das alles gut und super! Jeder so wie er kann.
    Und Fahrrad-Anhänger hab ich ja nun auch seit ein paar Tagen. Bin gespannt, ob ich den schon mit der Hängematte benutzen kann oder dann erst ab Sitzalter. Wäre auch okay. Mich nervt das viele Autofahren nämlich auch.

  9. Mein Traum – das Auto loswerden. Wird schwierig, aber vielleicht klappt es, wenn die Kinder größer sind. Dann brauche ich aber einen neuen Arbeitsplatz. Ob das ein anerkannter Versetzungsgrund im ÖD ist – „Nachhaltiger Leben durch Verkürzung des Arbeitswegen auf (E-)biketaugliche Entfernung“?! ;) Ein Versuch wäre es wert.

  10. Hallo Du Liebe,
    ich lese immer wieder gerne bei Dir und Deinem Versuch Nachhaltig zu leben. Vieles nehme ich mit und versuche es auch umzusetzen, manchmal mehr, manchmal weniger erfolgreich…
    Ich versuche hier auf dem Dorf auch alles zu Fuß zu erledigen und da fragte mich letztes Jahr bei Regen Jemand, ob ich zur Zeit keinen Führerschein mehr habe.
    Was sagt man denn dazu?
    LG
    Manu

  11. Pingback: Konsum… Verzicht | blauerhibiskus

  12. Ich finde es wichtig, dass man nie aufhört, kleine Schritte zu machen in Richtung Nachhaltigkeit und sich nicht ein schlechtes Gewissen zu machen, wenn man es nicht 100%ig schafft. Jedes bisschen zählt und wenn man kreativ und neugierig bleibt, macht es sogar großen Spaß, sich nach Alternativen umzuschauen. Ich finde es toll, dass du den Fahrradanhänger nützen kannst. Das traue ich mich hier in der Stadt nur auf einzelnen Strecken, meistens fehlen die Fahrradwege. Ich selbst ohne Kinder fahre schon auf den Straßen, aber nicht mit Kind hinten drauf und vielleicht noch dem Herrn Groß auf eigenem Rad hinter mir. Das machen wir nur im Grünen.
    Alles Liebe, Katharina

  13. Pingback: Ökologisch leben – die Anfänge | Holzhütteneinblicke

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