Attachment Parenting…?

Ein großer Begriff wie ich finde. Eigentlich so normal. So natürlich. Und doch so selten irgendwie. Zumindest hier bei uns auf dem Land.

Was bedeutet Attachment Parenting? Hier findet ihr eine wunderbare Beschreibung.

Und was bedeutet es für uns? Und für das Herbstmädchen?

Wir schlafen im Familienbett, das war von Anfang an klar und irgendwie wüsste ich auch gar nicht wie es anders funktionieren würde. Das Herbstmädchen schläft entweder neben mir, zwischen uns oder auch gerne mal auf mir. Ich genieße diese Nähe unheimlich und ich vermute dem Herbstmädchen geht es da ganz ähnlich. Zumindest hat es bisher noch nicht geklappt sie ins Bett zu legen wenn wir nicht mit dabei sind. Andere nennen es vielleicht verwöhnt, ich nenne es die Bedürfnisse meines Kindes befriedigen.

Wir tragen. Dazu habe ich ja erst geschrieben. Erst heute wieder lagen die Vorteile ganz klar auf der Hand. Wir waren das erste Mal in der großen Stadt unterwegs, ein bisschen bummeln. Mit Kinderwagen wär es an einigen Stellen wirklich kompliziert geworden. Sobald das Herbstmädchen im Tuch ist, wird es ruhig und schläft. Auch an nicht so guten Tagen, wenn sie sehr unruhig ist oder schwer in den Schlaf findet, ist das Tuch unsere… und auch ihre Rettung.

Wir stillen. Und zwar nach Bedarf. Nicht nach Plan oder Uhrzeit. Ich genieße diese Zweisamkeit sehr. Und ich hoffe ich kann ganz lange stillen. Gerne auch zwei Jahre oder länger. Solange das Herbstmädchen das gerne möchte.

Es gibt noch viele andere Punkte. Wenn man sich ein bisschen mit dem Thema beschäftigt, dann kommt man sowieso von einem zum anderen. Derzeit interessieren uns so viele wichtige Themen. Bei einigen sind wir uns sicher, so machen wir das und bei anderen sind wir noch am Informationen sammeln, am einlesen.

Bestes Beispiel ist Windelfrei. Diese Woche durfte ich eine Mama kennenlernen die mit ihrer Tochter windelfrei lebt. Es ist so interessant und dieser Nachmittag hat mich motiviert, es zumindest zu versuchen. Gerade lese ich das Buch und taste mich gaaanz langsam ran. Und wenn es nicht klappt, haben wir ja noch unsere superschicken, praktischen Stoffwindeln.

Zum Thema Impfen möchte ich jetzt gar nicht so viel schreiben, das ist ja durchaus ein sehr sensibles Thema und da ich dazu noch viel zu wenig Ahnung habe, lasse ich es erstmal. Fest steht allerdings, ohne zu hinterfragen und uns eingehend zu informieren werden wir nicht impfen.

Wenn es an der Zeit ist für unser Herbstmädchen auch neben dem Stillen noch Nahrung zu sich zu nehmen, finde ich den Ansatz von Baby Led Weaning unheimlich interessant. Aber auch da muss ich mich noch mehr informieren. Dazu habe ich hier etwas tolles gelesen.

Diese Woche durfte ich mit ein paar Mamas darüber fachsimpeln… Es hat so gut getan, dieser Nachmittag war so schön. Gleichgesinnte, gleichdenkende Frauen kennenzulernen bzw. wieder zu treffen. Ich habe mich einmal nicht als Außerirdische gefühlt… !

Wie gesagt, man kommt von einem Thema zum nächsten. Wichtig ist für mich aber das sich unser Kind wohl fühlt, das es glücklich ist und das ich jedem ihrer Bedürfnisse so gut es geht gerecht werden kann. Ich höre auf mein Bauchgefühl und auf mein Herz. Aber das macht schlussendlich doch fast jede Mama.

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*Ich möchte hier niemanden verurteilen der es anders macht, der nicht stillt, der nicht trägt etc… Das darf glücklicherweise jeder so entscheiden wie er es für richtig hält. Und das ist auch gut so. Hier geht es rein um MEINE Ansichten und Gedanken dazu. <3 

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15 Kommentare zu “Attachment Parenting…?

  1. Ich finde es schön, wenn man einen Weg findet, mit dem man als Familie glücklich ist und gut zurecht kommt. Stillen hat ja bei uns zumindest bei Nr. 2 nicht allzu gut geklappt, aber vielleicht wird es ja bei Nr. 3 besser? Ich konnte mein derzeitiges Baby wegen der erneuten Schwangerschaft und seinem doch recht stattlichen Gewicht nicht wirklich lange tragen. Das vermisse ich sehr und werde es hoffentlich ab in einem halben Jahr nachholen. Zum BLW kommen wir gerade eher zufällig, denn Tönni verweigert komplett den Brei. Beim Großen haben wir da noch herumprobiert, Flugzeug gemacht oder ihn zum Lachen gebracht, um ihm den Löffel in den Mund zu schieben. Das geht erstens bei Tönni nicht und zweitens möchte ich das auch nicht. Deshalb warte ich jetzt auf den Hochstuhl und ab nächster Woche geht es endlich mit BLW los, ohne dass ich das Kind UND mich hinterher umziehen muss ;)

    Windelfrei ist spannend – aber in meinen Alltag nicht zu integrieren. Und außerdem liebe ich meine Stoffis :)

  2. Schön, dass Du Deine/Eure Überlegungen mit uns teilst, danke. Leider habe ich einige Mamas kennengelernt, die noch viel zu sehr auf Kopf und Tipps von Außen gehört haben. Daher finde ich es auch ganz wichtig, schon den werdenden Mamas (natürlich auch den Papas) Mut zuzusprechen, dass das Bauchgefühl schon passt. Am Kind orientieren, das ist der beste Spiegel. Schön, dass Du Gleichgesinnte um Dich hast, das tut gut. Alles Liebe und weiterhin viel Vertrauen in Euren Weg, Martina :-)

  3. Ich glaub (d.h. eigentlich bin ich überzeugt davon), dass es keinen einzig richtigen Weg gibt, wie ein Kind isst/gewickelt wird usw. – alles, was mit Liebe geschieht und in Achtung vor diesem kleinem Wunder ist stimmig.
    Bei uns „am Land“ ist das Tragen übrigens auch nicht grad „in“ – aber die Leute hier wissen oft auch gar nicht, was es alles gibt/gäbe. Meinen Jüngsten habe ich etliche Monate getragen, dann wurde er mir zu schwer – und jetzt will er am liebsten selbst marschieren (und eine von den Zwillingen ist Huckepack meistens) ;-)
    Alles Liebe, maria

  4. In München soll am 22. November ein windelfrei workshop stattfinden…. wenn du interesse hast schreib doch liane ne mail:
    Liane_Emmersberger @ t-online.de

  5. Was du schreibst ist mir nicht neu…bewusst erlebt, habe ich das erst beim dritten Kind (bei den ersten Beiden habe ich ganz nach Gefühl gehandelt, denn da war ich nicht wirklich im Internet unterwegs.).
    Ich bin auch der Meinung, das es keinen richtigen oder falschen Weg gibt, sondern man individuell seinen Weg finden muss!
    Hier haben 4/5 Kindern von Anfang an in meinem Bett geschlafen, 2/5 wurden lange gestillt, 2/5 Kindern kurz und dann mit Flasche gefüttert, 3/5 wurden oder werden getragen (dabei liebe ich den Kinderwagen, er passt nur nicht ins Auto wenn wir zu Siebt unterwegs sind), 4/5 Kindern haben eine Kombination aus BLW und Brei bekommen (nur BLW ist für mich Wunschdenken) und 5/5 Kindern wurden und werden mit WWW gewickelt (wenn auch die Ökos), 4/5 Kindern sind geimpft und auch der Bub wird geimpft und für MICH/UNS ist das der richtige Weg :)
    Ich werde nie verstehen, warum Mütter gegeneinander arbeiten (gar missionieren wollen), nur weil nicht alle genau so leben wie sie selber…schließlich sind wir alle Mütter und wollen wohl alle das Beste für unsere Kinder ❤️
    (Das war nur meine Meinung und niemals gegen dich gerichtet…aber das weißt du hoffentlich!)

    • Ich find es super wie du deine Gedanken mit uns teilst. Vorallem inspirirst du mich über einiges zu grübeln und endlich auf mein Bauchgefühl zu hören und die vielen äußeren Einflüsse, Kommentare und Meinungen von uns abzuwenden. Danke dir dafür!

  6. Immer wieder staune ich, wie ähnlich wir uns in diesen ganzen Gedanken sind… und ich muss sagen, Du bist da ein echtes Vorbild für mich. :) Ich habe das Gefühl, dass diese „alternativen Methoden“ in Veganerkreisen vielleicht sogar noch verbreiteter sind, oder bilde ich mir das nur ein? Hm. Du kennst ja meine Lieblings-FB-Gruppe und da geht es ja auch viel um diese Themen.
    Ich weiß jetzt schon, dass es noch Diskussionen mit meiner Ma geben wird, wenn es um Dinge wie Langzeitstillen und Familienbett geht. Aber im Grunde geht es sie nix an und sie wird mich auch lassen- muss ich mir halt ihre Meinung anhören. Ich mache es so wie ich es für richtig halte… und das macht Ihr auch, finde ich toll! Da stösst man gerade auf dem Land bestimmt noch öfter auf Unverständnis.

  7. Pingback: knapp 21 Monate Attachment Parenting – Teil 1 | Holzhütteneinblicke

  8. Pingback: Babyboom – Teil 1 | Holzhütteneinblicke

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