Erfolg und Misserfolg

Dieses Jahr scheint irgendwie der Wurm drin zu sein. Nachdem letztes Jahr meine Radieschen ganz gemeint verfault sind, haben wir dieses Jahr die Gartenbeete verändert und mit guter Erde befüllt. Hurra, es wächst… Bis… ja, bis die doofen Ekelschnecken Einzug hielten. Absammeln hat gar nichts gebracht (und für mich auch gar nicht möglich, es sei denn ich wollte die Nachbarn aus den Häusern schreien, EKELHAFT). Ich habe im Internet recherchiert, welche Möglichkeiten es für eine Ökologische Schneckenabwehr es gibt. Tja, nicht sehr viel. Schneckenkorn und ähnliches scheiden aus vielen Gründen aus, schon alleine wegen den Hunden… Eine provisorische Lösung habe ich jetzt gefunden und bisher klappt es ganz gut. Ich habe rund um meine Beete auf dem Holzrand eine Salzstraße gestreut. Sieht doof aus, aber seitdem keine Schnecke mehr auf meinem Gemüse. Klar, wenn es regnet ist es weg, aber das wär ja bei der Chemiekeule nicht anders. Da meine Beete ja auch nur eine Zwischenlösung sind, möchte ich auch kein Geld für einen Schneckenschutzzaun oder ähnliches ausgeben. Also geh ich jeden Abend meine Salzstraße ziehen.

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Nachdem also das Schneckenproblem einigermaßen gelöst war, haben wir festgestellt, das dieses Jahr die Wühlmäuse doppelt so schlimm sind als im letzten Jahr :( Unter den Rosenbüschen, zwischen den Blumen, unter der Terasse. Lila hat schon die ein oder andere Maus gefangen und erlegt, aber es gibt noch mehr davon. Töten möchte ICH die Tiere ungerne, aber im Garten (oder noch schlimmer im Haus) möchte ich sie auch nicht. Ich habe also lange wegen Lebendfallen recherchiert, aber die kosten wirklich ein Schweinegeld (zum leihen hab ich nix gefunden) und zweitens gehen die da sicherlich nicht rein. Sind nämlich schlaue Mäuse. Gift geht aus den oben genannten Gründen gar nicht. Also was tun? Bisher haben wir noch keine gute Lösung.

Und dann… Man will es nicht glauben, habe ich die Schnecken aus dem Gemüsebeet vertrieben, stelle ich an meinem leckeren Rucola kleine Löcher fest. AMEISEN! Ich fasse es nicht.. Ameisen fressen mein Gemüse. Tja, damit werd ich wohl leben müssen.

Schnecken, Mäuse, Ameisen. Ihr denkt das wäre alles schon genug? Nein, denn letzte Woche war hier Sturm. Und der hat meine komplette Stachelbeerenernte vernichtet. Viele davon liegen jetzt am Boden… Ich bin traurig.

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Und weil das alles noch immer nicht genug ist… haben wir letzte Woche bemerkt, das mein kompletter Holunderblütensirup schimmelt. Ich war den Tränen nahe. Ich habe alles ausgekocht und nach Anleitung gemacht. Und dann das… Gemein!

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Manchmal verliert man wirklich die Lust weiterzumachen, aber ist es so nicht immer? Da ich ja kompletter Neuling auf dem Gebiet bin, helfen wohl nur solche Erfahrungen um schlauer zu werden. Aus jedem Fehler lernt man, so heißt es doch? Meine Radieschen sind in diesem Jahr jedenfalls schonmal nicht verfault. Und im nächsten Jahr wird auch der Rest was. Hoffentlich.

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11 Kommentare zu “Erfolg und Misserfolg

  1. Mensch, das ist ja ärgerlich.
    Letzthin hab ich gelesen, dass man Muschelschalen als Mulch um das Gemüse machen soll, weil die Schnecken die scharfkantigen Schalen nicht mögen. Bekommt man wohl in Säcken. Ansonsten sollen zwei Laufenten im Garten perfekt sein, da die vor allem Schnecken lieben. Also vielleicht eine sinnvolle Zooergänzung? Platz hättet Ihr ja.
    Gegen die Wühlmäuse gibt es solche solarbetreibenen Sender, die im Boden Ultraschall abgeben, den die Wühlmäuse nicht mögen… wie das allerdings für Hundeohren ist, weiß ich nicht. Mit Buttersäure getränkte Stofffetzen in den Gängen sollen auch helfen, die Mäuse zu vertreiben, weil die den Geruch nicht abkönnen.
    Ameisen haben wir hier auch ohne Ende und weil die sich hier die Läuse züchten, die meine Blumen fressen, stelle ich Köderdosen auf. Daraus tragen die Ameisen das Gift in ihren Bau und sterben dann. So liegt nichts Giftiges über der Erde rum.

    Das Abend-Garten-Bild aus deinem letzten Post st wunderschön. Eine tolle Stimmung.

    Herzlich, Katja

    • Laufenten wären toll, die Hunde hätten die aber leider zum Fressen gern ;)
      Ja, die Sender hab ich auch schon gesehen, bin mir halt echt unsicher wegen den Hunden… Aber danke für die ganzen Tipps… :)

  2. Bis auf die Schnecken haben wir ähnliche Probleme. Aber wir sind da hart – im Übrigen auch mit den Siebenschläfern, die unseren Dachstuhl bevölkern.
    Ameisen: Backpulver streuen, ähnlicher Effekt wie das Gift – allerdings habe ich das nur im ersten Jahr hier gemacht, seitdem hatte ich nie mehr Probleme mit übermäßigem Ameisenbefall.
    Wühlmäuse: die Katze leistet erstaunlich gute Dienste. Und der solarbetriebene Sender, den haben wir auch.
    Mäuse/Siebenschläfer im Haus: wir haben Lebendfallen – die Mäuse bekommt dann die Katze, sobald sie vor der Tür sitzt und die Siebenschläfer fahren wir mit dem Auto ganz weit weg und lassen sie dort aus (so machen das alle hier und vermutlich haben wir hier die ganzen Siebenschläfer aus dem Nachbardorf ;-)…). Viele haben das Argument, dass Siebenschläfer unter Naturschutz stehen (hier aber nicht, glaube ich) etc. – hier sind sie jedenfalls eine richtige Plage und viel zu viele, da ist keine Gefahr, das sie aussterben *fiesgrins*
    Heuer ist der Garten überhaupt ein wenig schwierig. Das Wetter ist nicht wirklich optimal – ich hab haufenweise Kohlweißlingsraupen zum Absammeln vom Kraut (machen die Kinder und füttern sie den Hühnern…) – das ist wirklich nervig, so schlimm wie heuer war das noch nie.
    Aber: es wird besser, jedes Jahr! Du wirst sehen :)
    Liebe Grüße, maria

  3. Oje!! Ich kenne auch den Sender für die Wühlmäuse, aber ich weiß nicht, wie effektiv er ist. Kopf hoch, meine Liebe, es ist noch keine Gärtnermeisterin vom Himmel gefallen…
    Das Radieschen ist wunderschön!!!
    Alles Liebe, Katharina

  4. Gegen Wühlmäuse sollen auch bestimmte Pflanzen wie z B. Wolfsmilch, Kaiserkrone oder Knoblauch helfen. Mir ist nur einmal Holunderblütensirup geschimmelt, da habe ich vergessen Zitronensäure reinzutun. Zum Glück war das jedoch nur eine kleine Charge;-)
    Gruß Gabi

    • stimmt kaiserkronen! stinken wie sau was die tierchen abhält und sehen zudem noch hübsch aus! SUBS die werden im herbst gepflanzt!!!! :D!!

  5. Oh nein, das ist ja wirklich ärgerlich! Ich glaub spätestens beim Holunderblütensirup hätte ich entweder rumgeflucht oder geheult, vermutlich beides zusammen.
    Lass dich nicht entmutigen! Mit Tipps kann ich leider nicht dienen, ich Nord-Balkon-geplagte…
    Viele Grüße, Goldengelchen

  6. mein rhabarbersirup ist auch angeschimmelt ): dabei war der so schön rot.

    für hochbeete kann man kaninchendraht unten reinlegen, bevor die erde etc. drauf kommt. da kommen mäuschen nicht durch. ansonsten vielleicht so ein minigewächshäuschen? also, eben draht in die erde gesteckt und folie drüber, das würde nachts die schnecken fernhalten, tagsüber kann man ja lüften und absammeln (lassen).
    ansonsten finde ich es total toll, dass du die tiere nicht vergiften möchtest.

  7. Ach je, Du arme! :( Bei mir klappt auch nicht alles. Im Biogarten wird halt Manches weggefressen, damit muss ich auch leben.
    Und für einiges ist es bei mir halt zu schattig. Aber man darf sich nicht frusten lassen. Wir sind ja nicht auf die Selbstversorgung angewiesen und man lernt bestimmt eine Menge dazu für’s nächste Jahr. ;)
    Aber das mit den Stachelbeeren ist echt hart. :( Meine Obststräucher tragen dieses Jahr zum ersten Mal (außer der Blaubeere, die war letztes Jahr schon dran). Da wäre ich auch gefrustet. Gerade die Stachelbeeren sehen schon so toll aus.

  8. Pingback: Gartenpläne 2014 | blauerhibiskus

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