Im Geburtshaus

Gestern vormittag hatte ich meinen ersten Termin im Geburtshaus. Zum Kennenlernen und Beschnuppern. Und ich muss sagen, ich bin begeistert. Ich habe mich schon beim ankommen so wohl gefühlt. Das Geburtshaus ist mit einer Hebammen und Frauenarztpraxis verbunden, alleine am Empfang war alles so toll und heimelig eingerichtet. Es hat gut geduftet, überall hingen wunderschöne Fotografien von Schwangeren oder Müttern beim Stillen. Kleine, zauberhafte Details in jeder Ecke.

Das Gespräch mit der Hebamme war genauso wie ich es mir erträumt habe. Eine wahnsinnig sympathische Frau, die mir alles genau erklärt hat. Wie das in diesem Geburtshaus alles ablaufen kann – wenn man denn dort entbinden möchte.

Die Geburt läuft total selbstbestimmt ab. Der „Kreissaal“ ist ein Ort zum wohlfühlen mit einem sehr bequem aussehendem Bett, Tüchern, Hockern, daneben ein eigenes Bad mit Badewanne… Laut der Hebamme und einiger Geburtsberichte die ich schon vorher gelesen habe, gibt es bei Geburten im Geburtshaus (oder auch bei einer Hausgeburt) wenig bis gar keine Eingriffe von außen. Saugglocke oder Dammschnitt beispielsweise.

Sobald das Kind auf der Welt ist, wird es natürlich untersucht, aber dann werden Mutter, Vater und Kind in Ruhe gelassen. Um sich kennenlernen zu können. Solange man möchte. Das Baby wird in Tücher gewickelt und bleibt die nächsten Tage nackt. Drei Tage (oder auch länger wenn man gerne möchte) darf man im Geburtshaus bleiben. Es gibt ein Familienzimmer mit Zugang zum Garten. Der Partner ist natürlich mit dabei. Stoffwickeln hat auch diese Hebamme empfohlen und mir Tipps zur Entscheidungsfindung gegeben. Und das alles wird von der Krankenkasse bezahlt.

Sollte während einer Geburt eine unerwartete Komplikation auftreten, steht ein Arzt samt OP zur Verfügung.

Alles in allem hat es sich so ziemlich nach meiner perfekten Vorstellung angehört. Angemeldet sind wir jetzt.

Zur Vorbereitung warten jetzt noch diverse Bücher auf mich, gestern Abend hab ich bereits ein bisschen in das HypnoBirthing Buch reingelesen. Danke Pia, fürs leihen! <3

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7 Kommentare zu “Im Geburtshaus

  1. Liebe Subs,
    das hört sich gut an, was Du über das Geburtshaus schreibst ! Es ist bestimmt eine gute Entscheidung ! Ich habe meine Kinder „damals“ in einem normalen Krankenhaus entbunden, würde das heute aber nicht mehr so machen und auch lieber in eine Geburtshaus gehen ! Finde ich schön, dass Ihr Euch dafür entschieden habt !
    Das Buch ist bestimmt klasse !
    Liebe Grüße,
    Birgit

  2. Das ist ja ein tolles Geburtshaus. Ich kenne nur welche ohne Verbindung zu einer Praxis oder mit Notfall-OP-Möglichkeit und das war auch der Grund, weshalb ich ins Krankenhaus gegangen bin (was ich zum Glück auch nicht bereut habe).
    Schön, wenn ihr euch da gut aufgehoben fühlt!
    Liebe Grüße
    Ute

  3. Liebe Subs,
    das klingt wunderbar, wie du das Geburtshaus beschreibst. Vor allem finde ich es großartig, dass da die Geburtshaus-Atmosphäre ist und doch die Möglichkeit eines OP mit Arzt da ist, falls es das braucht. Wahrscheinlich braucht es das gar nicht, aber allein zu wissen, dass man im Notfall nicht noch weit fahren müsste, finde ich beruhigend.
    Ich möchte dir noch einen Gedanken auf den Weg mitgeben: das „Selbstbestimmtsein“ ist gut bei der Geburt, aber bedenke immer dein Kind mit. Auch das kleine Wunder bestimmt mit – durch seine Lage, seine Verfassung, seine Größe, … – setz dich gedanklich auch ein wenig damit auseinander, dass alles offen ist! Eine Geburt ist vermutlich immer anders, als man sich ausmalt – vielleicht sogar viiiiieeeel schöner (so ist es mir bei der Geburt unseres Jüngsten jedenfalls gegangen) :-)
    Alles, alles Liebe! maria

  4. Deine Beschreibung klingt sehr schön! Fein, dass Du Dich gleich gut aufgehoben gefühlt hast. Und auch ich finde gut, dass für den Notfall (den sich niemand wünscht) alles in der Nähe ist – ich bin ein bissl ein Sicherheitsmensch, was das betrifft. ;-)
    Ich wünsche Dir weiterhin eine gute Zeit der Vorbereitung für Dich und Dein Wunder! Alles Liebe, Martina :-)

  5. Pingback: 26. Schwangerschaftswoche | blauerhibiskus

  6. Pingback: Im Geburtshaus – Teil 2 | blauerhibiskus

  7. Hey,

    das klingt wirklich nach einem sehr schönen Geburtshaus und einer netten Hebamme. Wir waren auch sehr sehr glücklich mit unserem Geburtshaus.
    Zu Beginn kamen einige irritierte Blicke von Freunden und bekannten, weil es ja gerade als erstgebärende sowas außergewöhnliches ist, LAUT denen.
    Wir würden es immer wieder tun, und haben wir ja auch schon :)

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