Tag 8

heute vor einer Woche habe ich euch ja erzählt, das wir für 30 Tage vegan leben werden und die Gerichte aus dem Buch von Attila Hildmann kochen und auch den Rest der sogenannten 30-Tages-Challenge befolgen werden. Heute ist also eine Woche vorbei. Unser Fazit nach einer Woche:

  • die Waage zeigt bei mir 4 kg und beim Liebsten 6 kg weniger an. Unglaublich. Mir geht es ja gar nicht primär ums abnehmen. Dennoch erstaunlich. Ich merke es eigentlich noch gar nicht so extrem. Mein Bauch ist ein bisschen flacher. Ich denke es wird hauptsächlich Wasser sein. Aber 4kg sind 4 kg.
  • Satt sind wir eigentlich immer. Mehr als genug sogar. Die Mengenangaben reichen bei uns meist für mindestes drei Portionen, obwohl sie für 2 Personen ausgelegt sind. Wir kochen einfach kleinere Mengen oder machen ein bisschen mehr, damit wir für den nächsten Tag im Büro nicht extra vorkochen müssen
  • Geschmacklich, super! Hätte ich nicht gedacht. Wir kochen sonst auch leckere Sachen, aber doch immer die gleichen Gewürze und Zubereitungsarten. Durch das Buch sind wir auf neue Geschmackserlebnisse gestoßen, andere Zubereitungsarten und vor allem: neue Zutaten.
  • Ich fühle mich fit und ausgeschlafen (bis auf heute morgen um halb 7, uaaah, war ich müde…), habe keine Kopfschmerzen oder ähnliches. Der Liebste kann sich auch nicht beklagen.
  • Es gib ein paar kleine Mankos – die die Challenge für den ein oder anderen sicherlich schwierig oder unmöglich machen. Wir haben das aber zuvor durchgesprochen und waren uns dessen bewusst. Denn der ganze Spaß ist nicht billig. Wir haben sicherlich schon 200-250EUR für Grundzutaten, frisches Obst und Gemüse ausgegeben.
  • Zeitraubend ist die Zubereitung bzw. Vorbereitung ebenfalls. Haben wir vorher einfach die doppelte Portion gekocht um Mittags im Büro nicht zu verhungern, ist das jetzt ein kleines bisschen schwieriger. Sicherlich ist das auch mit den Rezepten von Attila möglich, nur nicht mit jedem Gericht. Aber da müssen WIR uns einfach noch einpendeln. Wir planen einmal die Woche ein komplettes Menü für die kommende Woche, der Einkauf wird genau darauf abgestimmt und Gerichte werden je nach  Zutaten (offene Packungen, Gemüse das weg muss)  auch schon mal variiert.
  • Einmal habe ich gesündigt, ein Vanilleeis mit heißen Himbeeren… es hat mich förmlich angesprungen. Aber gebüßt habe ich das ganze mit argen Bauchkrämpfen. Somit erübrigen sich weitere Sünden!

Generell kann man sagen, es ist eine postivie Erfahrung die ich jedem nur raten kann. Die Zeit muss man sich einfach nehmen und am besten so legen dass kein Urlaub, Tagung etc. dazwischenkommt. Bisher überwiegen die Vorteile. Wie es für uns nach den 30 Tagen weitergeht wissen wir noch nicht. Wir lassen uns ein Ende offen…

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23 Kommentare zu “Tag 8

  1. Mmmhmmmm sieht das lecker aus!! Ich find das total spannend – vorallem das dir von der kleinen Sünde wirklich schlecht geworden ist! Und das Essen sieht so lecker aus – was ist denn das auf dem ersten Bild?

    Alles Liebe nima

  2. Sehr farbenfroh und lecker sehen die Gerichte aus! Und zu zweit gibt es gleich einen anderen Energielevel als wenn man es alleine machen würde. Ich bin gespannt auf weitere Berichte. Für mich, glaub ich, wär das nix, zumindest momentan nicht.
    Alles Liebe und viel Erfolg für die zweite Woche, Martina :-)

  3. Ich verfolge das Ganze mit Spannung, überlege ich doch es selbst mal zu testen um mir anzuschauen, wie man sich fühlt, also ob und wenn ja wie anders. Nur werde ich das erst nach Weihnachten machen. ;-)
    Ich würde mich ja total freuen, wenn Du zu deinen Gerichten dazuschreiben würdest, was es ist udn auf welche Art gewürzt.
    Herzlich, Katja

    • Ich hab das auch eine zeitlang verfolgt und muss schon sagen, irgendwie begeistert es :)
      Bzgl. den Gerichten, ich kann nur kurz schreiben was es ist, aber ich denke die Rezepte darf ich nicht veröffentlichen… .Nicht das ich noch Ärger bekomm ;)
      1. Blumenkohl mit Currysoße
      2. gebackene Kürbisspalten (+weiteres Gemüse) mit selbstgemachtem Hummus
      3. Grünes Gemüse mit lecker Soße (oje, war das Mandelmus, ich weiß es nicht mehr und das Buch liegt zuhause)
      4. Hirse mit Tomatenmark und Gemüse

      was an diesen Gerichten so anders ist, sind tatsächlich die verwendeten Gewürze und Zutaten, zum Beispiel findet man in vielen Rezepten Mandelmus, Cashewmus etc. Schmeckt lecker.. Einfach anders.
      Zudem gabs zum Beispiel ein Gericht, nen Quinoa-Salat mit Minzdressing. So lecker.

  4. Toll, toll, toll! Bin Attila sehr dankbar, dass er mit seinen Büchern und Ideen zeigt, dass Veganismus eben NICHT heisst, dass man verzichten muss, sondern im Gegenteil- dass es viele tolle Dinge zu entdecken gibt.
    Ich glaube, ich brauche das Buch doch. ;)
    Was macht Ihr denn für Sport? (Gehört zum Programm, oder?)

  5. Toll, dass ihr es bis hierher schon geschafft habt! Ich freu mich, dass du über deine 30 veganen Tage berichtest, weil das Thema für mich selbst grad sehr aktuell ist. Fleischlos zu leben ist für mich überhaupt kein Verzicht, ich mochte es nie besonders. Aber ohne Milch im Kaffee oder ohne Käse zum Überbacken von Aufläufen…. puh, das wär auf jedenfall ein Verzicht für mich. Aber meistens ist es ja einfach nur ein Umdenken… Viel Spaß in der kommenden Zeit, alles Liebe, Katharina

    • hi du. genau solche gedanken hab ich mir auch vorher gemacht. aber probier es einfach mal aus! :) hast du mal einen milchkaffee oder latte macchiato mit mandelmilch oder hafermilch probiert?? – finde ich, ehrlich gesagt, sogar viel leckerer als mit kuhmilch!! hätte ich niemals gedacht. :)
      und zum überbacken gibt es z.B. „wilmersburger pizzaschmelz“ kannste mal googeln. ;) hab ich noch nicht ausprobiert, soll aber toll sein. :)

    • Also Milch kann man wirklich seehr gut durch Soja oder Hafermilch ersetzen. Auch lecker: Mandelmilch. Hmm…
      Was mir tatsächlich ein bisschen fehlt sind tatsächlich Aufläufe mit Käse oben drüber, oder Pizza mit Käse. Da hast du schon recht. Mal sehen… Vielleicht probiere ich da mal die vegane Variante aus.
      Auf Fleisch und Fisch habe ich ja schon seit Anfang 2011 komplett verzichtet … Das ist für mich also keine Umstellung, für den Liebsten aber schon. Er sieht schon überall Leberkäse ;) AAAber: ich bin echt stolz auf ihn!

      • Also, Sojamilch mag ich persönlich nicht so. Die hat mir einen zu starken Eigengeschmack. In Mandelmilch könnte ich mich reinsetzen. :))
        Ich teste hier gerade den Haselnussdrink… werde ich die Tage noch drüber bloggen. Ist auch sehr lecker. :)
        Finde ich auch suuuper, dass Dein Liebster mitmacht!! :)

  6. Ich habe zwei vegane Freunde (der eine ist schon seit neun Jahren vegan), mit den beiden war ich auch schonmal im Urlaub – ich habe also durchaus Berührungspunkte zum Thema „vegan kochen/essen“. Zuhause koche ich auch sehr oft vegetarisch (nichtmals wirklich bewusst). Aber momentan könnte ich mir sehr sehr schlecht vorstellen, wirklich vegan zu leben.
    Denn ich esse quasi zu 99% Käse auf dem Brot, leckeren Käse vom Holländer, frisch vom Stück geschnitten. Nur am Wochenende auf Brötchen schmeckt mir auch was anderes. Und ich kann mir beim allerbesten Willen nicht vorstellen, dass irgendein „Käse“erzeugnis wie WIllemsburger o.ä. da auch nur annähernd rankommen könnte. Richtiger Scheibenkäse schmeckt ja nichtmals so lecker wie der Käse am Stück.
    Was mich beim Veganismus immer verwundert, ist die Tatsache, dass so viele nicht-vegane Gerichte oder Zutaten (Fleisch, Wurst) imitiert werden. Wozu gibt es veganes Mett? Vegane Wurst? Vegane Peking-Ente? Das leuchtet mir nicht wirklich ein.
    Aber es scheint so, als wenn ihr bisher auf die Fleisch-Ersatzprodukte verzichtet habt.
    Besonders Foto 2 und 3 sehen echt lecker aus!
    Viele Grüße und noch viel Spaß beim weiteren planen & kochen!
    Goldengelchen

    • Ich habe vorher als Vegetarierin auch massenhaft Käse gegessen und geliebt.
      Aber wenn Du Dich ernsthaft mit Veganismus beschäftigst und immer mehr über die Hintergründe der Milchproduktion (!!) lernst, dann vergeht Dir der Appetit auf den „leckeren“ Käse.
      Ich kann Dir das Buch „Peace Food“ von Rüdiger Dahlke empfehlen. Wenn Du das gelesen hast, möchtest Du keinen Käse mehr essen, das kannst Du mir glauben.
      Warum gibt es die „Imitate“?
      Das ist eigentlich ganz einfach: Viele Veganer waren früher mal Fleischesser und sind mit Wurst und Fleisch auf dem Teller aufgewachsen. Wenn sie jetzt Lust auf diesen Geschmack (und meiner Meinung nach machen die Gewürze den Geschmack und nicht etwa das tote Tier selbst), dann essen sie halt diese „nachgemachten“ Produkte.
      Ich finde vegane Salami auf dem Brot manchmal auch ziemlich lecker. :)

    • Sicherlich hat da LinaLuna recht, viele Veganer haben ja früher Fleisch gegessen und manche tun sich sicherlich mit der Umstellung leichter wenn man auf solche Ersatzprodukte zurückgreift.
      Ich persönlich brauche diese Produkte nicht, da es eben genügend andere Alternativen gibt. Anfangs habe ich aber auch öfter zum Sojaschnitzel gegriffen und war erstaunt wie ähnlich das echtem Fleisch ist.
      was ich beispielsweise zu guten käse erst gelernt habe: die sind streng genommen nicht mal vegetarisch da zur zubereitung (meist hochwertiger käsesorten) kälberlab genommen wird…

      • Ich esse total gerne Tofu-Bratlinge und Tofu-Geschnetzeltes (gibt es ja sogar beim ALDI). Aber das hat nichts mit Fleisch-Verwandten zu tun. Brauche ich auch nicht. Habe noch nie viel Fleisch gegessen bzw. war ja lange Vegetarierin.
        Gestern habe ich mal ein Soja-Geschnetzeltes ausprobiert. Da fand ich fast eklig, wie ähnlich das echtem Fleisch ist. Buah.
        Gegen „Gelüste“ nach Leberkäse oder ähnlichem kann ich Euch nur empfehlen, auf Facebook die richtigen Seiten zu liken (Subs, geh mal in meine Liste „Flimbes Ernährungsdings“… da bekommt man dann jeden Tag die Bilder und Nachrichten, die einem zeigen, warum wir Tiere nicht als Produkte sehen sollten. Ganz einfach. Ich meine damit nicht (nur) Schreckensbilder, sondern vor allem auch schöne. Z.B. von Hof Butenland https://www.facebook.com/HofButenland?fref=ts , die Tiere retten bzw. ein Tier-Altersheim sind. Es ist sooo schön zu sehen, wie man z.B. mit Kühen schmusen kann. Da will man die Tiere doch nicht essen!?!? ) :)

  7. Ich bin gespannt, wie dein Experiment weitergeht. Ich bin kein bestimmter Ernährungstyp, würde ich sagen. Im Sommer, wenn der Garten viel hergibt, vermutlich ein bisschen vegetarisch ;)
    Was mich beim Veganismus (nennt man das so?) oder auch bei Vegetariern oft ein wenig stört, ist, dass Soja in aller möglichen Form kritiklos konsumiert wird und nur beim Fleisch ethisch gedacht wird. Ich sag das jetzt ganz generell (also nicht auf dich bezogen), es ist nur hier grad mein Gedanke, nachdem ich auch die Kommentare hier gelesen habe. Ich habe in Brasilien gesehen, welches Leid die Sojaproduktion anrichtet und überhaupt die ganzen Monokulturen von tropischem Obst zum Beispiel, das gern in Trockenfrüchten gegessen wird (nur nur von Veganern/Vegetariern natürlich!). Man kann viel nachlesen, z.B. hier: http://ked-bayern.apc.de/Soja-Bickel.pdf oder auch hier http://wochenblatt.agrarheute.com/sojaanbau-465580
    Wie auch immer: ich glaube, man kann sehr gut eine Ernährungsform wählen, wenn man regional einkauft/konsumiert. Das müsste theoretisch auch für rein vegane Ernährung möglich sein. Ich hab jetzt keine Ahnung zu Hafermilch, muss ich zugeben, aber es klingt zumindest „heimischer“ als z.B. Sojamilch oder so ;)
    Mein Käse, den ich selber mache, ist übrigens lab-frei. Obwohl ich kein Vegetarier bin und ab und an Fleisch doch ganz gern mag (aber ich bin sehr heikel beim Kauf bzw. wo oder bei wem), so ein Schlacht-Abfall-Produkt will ich zumindest für meine Eigenproduktion nicht verwenden…
    Alles Liebe, maria
    p.s. deine fotos sind einfach appetittmachend *hunger* :)

    • Hallo du Liebe,
      sicherlich da hast du schon recht… Wenn man aber bedenkt, dass 40% der Getreideernte weltweit zur Massentierhaltungsfütterung verwendet werden, hebt sich das shcon wieder auf. Würden wir Menschen einfach weniger Fleisch konsumieren, könnte das Getreide, Soja, was auch immer das für die Fütterung der Tiere vorgesehen war, gegen den Welthunger eingesetzt werden. Hier mehr Infos: http://www.heimat-fuer-tiere.de/deutsch/artikel/landwirtschaft/massentierhaltung.shtml

      Vegan zu leben ist wahrscheinlich extrem und sicherlich auch ein Streitthema. Aber, jeder soll das für sich entscheiden. Ich finde es gut wenn viele Menschen darüber nachdenken, werde aber wahrscheinlich selber nie 100% vegan leben.

      So wie ihr es macht… ein Traum. Ein kleines bisschen Selbstversorger.. Aber das weißt du eh, das ich das toll finde ;)
      Ganz liebe Grüße, Subs

      • Ja, das mit dem Tierfutter kenne ich. Und nervt mich unglaublich. Weißt du, wie schwer es ist, eine Körnermischung für Hühner zu bekommen, in der KEIN Soja drin ist???
        Wir mischen jetzt selbst und kaufen das Korn bei einem Bauern hier im Land. Kostet mehr, klar. Aber passt besser zu unseren Grundsätzen ;)
        Zum Thema Fleisch oder eigentlich generell zum Thema Ernährung denke ich, dass es gut wäre, wenn viele Menschen anfangen würden, darüber nachzudenken WAS sie da essen. Oft zählt nur das Billigsein. Ich weiß, dass es nicht immer einfach ist, mit wenig Geld für gute und verantwortungsvolle Qualität zu sorgen. Aber ich weiß auch: wo ein Wille da ein WEg :)

        Alles Liebe!!!! maria

  8. Ich habe schon mehrere „vegane Experimente“ hinter mir, aber mir ist es oft so ergangen, wie Dir, dass ich irgendwann gesündigt habe. Aber das ist ja auch ok (solange man nicht mit Bauchkrämpfen dafür büsst ;) ), wenn man seinen Alltag umstellt. Ich kaufe schon lange keine Tierprodukte wie Milch, Butter und Sahne mehr. Ab und zu esse ich noch Eier.
    lg TM

    • Ich kann gar nicht verstehen, wie man, wenn man sich einmal ernsthaft mit dem Thema „Kuhmilch“, „Massentierhaltung“ und „Eiproduktion“ beschäftigt hat, noch freiwillg nicht- vegan leben kann. ;) Aber Menschen sind eben verschieden. ;)

  9. Gestern habe ich das Buch Geschickt bekommen! :) Als Geschenk von meiner Ma!
    Jetzt bin ich noch gespannter auf Deinen nächsten Bericht- ist ja schon wieder einige Zeit vergangen. Habt Ihr durchgehalten?
    Ich werde die „Challenge“ nicht mitmachen, da ich ja schon vegan lebe, aber ich werde ganz sicher viele tolle Anregungen aus dem Buch bekommen. :)

  10. Pingback: Tag 19 | blauerhibiskus

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