Filmtipp: Plastic Planet und Taste the Waste

Zwei wirklich tolle Filme möchte ich euch ans Herz legen. Zwei Filme die zum Nachdenken oder vielmehr zum Umdenken anregen!

Taste the Waste – den haben wir uns vor einigen Woche bereits angesehen, doch ein paar Geschichten daraus haben sich eingebrannt. 50 Prozent aller Lebensmittel werden weggeworfen: Jeder zweite Kopfsalat, jede zweite Kartoffel und jedes fünfte Brot. Das meiste davon endet im Müll, bevor es überhaupt den Verbraucher erreicht. Und fast niemand kennt das Ausmaß der Verschwendung  –> den Trailer und weitere Infos findet ihr hier

Auch wir sind nicht frei „von Schuld“. Bei uns werden auch Lebensmittel schlecht und landen dann im Müll. Asche auf unser Haupt. Ganz im Ernst! Wir sollten uns schämen. Aber…! Seitdem wir den Film gesehen haben ist es deutlich weniger geworden. Wir kaufen einfach gezielter und kochen viel mit Resten. Das haben wir zwar vorher auch schon gemacht, aber seitdem ziehen wir das konsequenter durch. Ein bisschen Verbesserungspotential haben wir aber noch immer. Ein Schritt nach dem anderen, wenn viele so denken, dann bringt das doch schon einiges!
Plastic Planet – stand schon seit Monaten auf meiner Liste und hüpfte mir letzte Woche auf dem Flohmart für 0,50€ in den Jutebeutel. Am gleichen Abend noch verschlungen und seitdem… läuft mein Leben ein bisschen anders. Ich habe ja schon ein paar Mal über die Nachteile von Plastik geschrieben, aber WIE gravierend es tatsächlich um unsere Gesundheit und um Mutter Natur steht. Tja, das hatte ich wohl ganz ganz tief in mir vergraben. Wenn ich darüber nachdenke, stellen sich mir alle Haare auf. Gruselig!

Das sehr sehr viele Produkte die wir tagtäglich benutzen aus oder mit Bisphenol-A hergestellt sind, ist wirklich erschreckend. Der Film zeigt auf, welche Schäden diese giftigen Stoffe anrichten können. Über Zentrum der Gesundheit habe ich noch ein paar weitere Informationen gefunden. Schnuller, Einwegflaschen, Aufbewahrungsboxen für Lebensmittel… überall findet man diesen und andere gesundheitsschädliche Stoffe.

Wir werden nun nach und nach unseren Hausstand umrüsten, Stück für Stück ersetzen. Schon jetzt verwende ich keine Plastikschüsseln mehr für mein Mittagessen in der Arbeit, heute sieht das ganz so aus:

Macht nicht mehr Umstände und ist um ein vielfaches gesünder.

Schon bevor ich den Film gesehen habe, kam uns fast kein Plastik ins Haus. Gänzlich lässt es sich wohl nicht vermeiden, aber wenn wir es zu 80% schaffen, bin ich sehr glücklich! Es fängt bei der Zahnpasta an (die bei mir in der Alutube ist) und geht bis über Lebensmittelverpackungen. Erschreckend, wenn man die Augen erst einmal aufgemacht hat.

Ich wünschte jeder hätte diesen Film gesehen!!

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12 Kommentare zu “Filmtipp: Plastic Planet und Taste the Waste

  1. Danke für die Tipps. Plastic Planet habe ich gesehen, und es hat bei mir auch viel Umdenken bewirkt. Den anderen Film werde ich mir auf jeden Fall auch anschauen. Für mich bleibt aber „We feed the World“ DER Film, der mir am allermeisten die Augen geöffnet hat, das konventioneller Konsum einfach Wahnsinn ist. Aber, wie mir ein engagierter Biobauer letztens auf der Biofair-Messe so schön gesagt hat: diese Filme schauen sich eh nur die an, die ohnehin schon umgedacht haben.
    Alles Liebe, Katharina

  2. das Problem mit den Einmachgläsern ist eben nur, dass die weiße Beschichtung, die eigentlich immer auf der Innenseite des Deckels ist, ebenfalls Phthalate und ähnliche Krankmacher enthält.. also heiße Sachen sollte man da eigentlich auch nicht einfüllen, wenn der Deckel drauf soll..

    wegen weniger Plastikkonsum hätte ich auch noch eine Blog-Empfehlung für Dich, falls Du sie nicht schon kennst ;o)
    http://leben-ohne-plastik.blogspot.de/

    liebe Grüße und ein schönes Wochenende wünsche ich
    shira

  3. Hm, ich kenne beide Filme nur vom Hören-Sagen und habe sie mir bisher nicht angeschaut, da ich schon andere in dieser Hinsicht kenne und wie schon Mama im Wachstum geschrieben hat, hat bei mir auch das Umdenken schon statt gefunden (auch, wenn es schwierig ist, komplett auf Plastik zu verzichten – weil es ja allseits verbreitet ist). Die Deckel der Gläser sind bei einigen Marken auch schon ohne Bisphenol und Phthalate und diese benutze ich auch fast nur noch. Ansonsten habe ich eine alte Bundeswehr Brotdose aus Alu (von meinem Opa) und auch sonst vieles aus Glas und Edelstahl, was oft aus Plastik ist. Aber ein paar Plastikschüsseln befinden sich leider noch immer im Schrank… Und das mit dem Plastik geht in so viele Richtungen, da hast du recht.
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
    AJH

  4. Oh ja, zwei wichtige Themen! Wir sind seit einigen Jahren Öko-Kisten-Abonnementen und bekommen einmal wöchentlich Demeter-Gemüse und -Obst. Dadurch hat sich unser Kaufverhalten sehr verändert. Und wegen dem Plastik… das ist echt krass, wenn man mal die Augen aufmacht!

  5. Beide Filme kenne ich und beide haben sehr zu meinem Umdenken beigetragen – ich schließe mich also der Empfehlung unbedingt an. Klar war es schon vorher angestoßen, sonst schaut man sich solche Filme ja nicht an, aber vor allem Plastic Planet hat mich absolut schockiert. Bei uns wird fast nichts mehr in Plastik verpackt, außer es soll eingefroren werden, da habe ich noch keine Alternative. Was ich offen kaufen kann, kaufe ich offen, hab immer Korb und/oder Stoffbeutel dabei. Einiges ist schon mehr Aufwand, oder aber teurer. Das versuche ich dadurch zu kompensieren, dass ich gezielter und öfter einkaufe und so weniger wegwerfen muss. Man wirft damit ja auch Unmengen Geld weg.
    Und noch zu etwas anderem diszipliniere ich mich selber, was zum meisten Essensmüll geführt hat:
    1. Ich gehe nur noch satt einkaufen, dann kaufe ich nicht zu viel auf einmal
    2. Ich kaufe keine Dinge mehr, von denen ich denke, ich sollte sie eher essen als anderes, weil sie gesund sind und zur Vielfalt beitragen. Erfahrungsgemäß landete das besonders oft im Müll…
    Und natürlich versuche ich viel Essen in der Natur zu sammeln, das hat aber weniger mit Sparsamkeit als mit meiner inneren Überzeugung zu tun, dass das richtig so ist und auch gesund.

    Herzlich, Katja

  6. Pingback: Müll trennen und vermeiden – wie ist das in der Holzhütte | blauerhibiskus

  7. Pingback: Bewusst Leben… ein paar Links zum nachlesen. | blauerhibiskus

  8. Pingback: Weiter nachgedacht | blauerhibiskus

  9. Das ist lustig, wir zeigen den Film „Taste the Waste“ im Rahmen unserer Umweltprojektwoche unseren Schülern. Ich bin echt gespannt, wie diese darauf reagieren werden. Aber ich bin 100% mit dir einverstanden: ich wünschte, jeder hätte diesen Film gesehen

  10. Pingback: Filmtipp – den muss man gesehen haben | blauerhibiskus

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