Apfelernte

im Dorf stehen ein paar Apfelbäume die beinahe zuviel Früchte tragen, da gar nicht alles geernet wird/werden kann.

Schade eigentlich. Kann man doch soviel damit anstellen.

So machten sich die Schwiegereltern, der Liebste und ich auf den Weg um wenigstens ein paar Äpfelchen zu retten. Und so wenige waren das nach einer Stunde gar nicht. Die Äpfel werden nun ein Dorf weiter zu Apfelsaft (ohne Zusatzstoffe) weiterverarbeitet, ca. 100 Liter werden es wohl. Da kommen wir lockern über den Winter damit.

Zum Essen oder als Apfelmus kochen wäre das einfach zuviel, zumal das hier die Ernte von nur einem Baum ist. Und da bei weitem nicht alles. Es gibt noch weitere Äpfel bei den Nachbarn, im Garten der Schwiegereltern. Wir bräuchten theoretisch selber keine Obstbäume, da im Ort soviele sind, dass gar nicht die gesamte Ernte verarbeitet werden kann.

Ich bin ja neu in unserem Dorf, fühle mich aber schon sehr wohl. Es ist schön zu wissen in einem Dorf leben zu dürfen, in dem die Welt allem Anschein nach noch in Ordnung ist. Jeder kennt jeden, morgens kräht der Hahn, die Obstbäume werden gemeinsam abgeerntet,  Ernte wird durchgetauscht. Ja, ich mag es hier am Land in unserem kleinen Dörfchen.

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6 Kommentare zu “Apfelernte

  1. Das macht mir noch mehr Lust, auf dem Land zu leben. Irgendwie bin ich als Stadtkind ein Kuckucksei, fühl ich mich doch in einer solchen Atmosphäre wie Du sie beschreibst so richtig wohl. Was für eine tolle Ausbeute und das noch kostenlos. Hier gibt es auch so viele Bäume, deren Obst verfault, weil es keiner mehr holt. Fragen lohnt immer. Wobei ich gar nicht wüsste, wo man hier pressen lassen kann… muss mich mal erkundigen.
    Herzlich, Katja

  2. Mmmh, so ein naturbelassener Apfelsaft ist schon etwas Feines! Und wenn man dann auch noch weiß, dass man beim Ernten mitgearbeitet hat… Sehr lecker! Alles Liebe und viel Genuss beim ersten Schluck, Martina :-)

  3. wir kaufen unseren Saft.. pressen wäre mir persönlich zu anstrengend..
    aber zumindest weiß ich, dass der „Hersteller“ wirklich nur naturbelassene Säfte herstellt.. daher mach ich mir da auch nichts drauß faul zu sein und genieß meinen naturtrüben Apfelsaft ^^

    aber ich glaub, wenn man Früchte hat, nimmt er die auch gern ab.. also wenn wir dann mal’nen Apfelbaum vor unserem Traumhaus in unserem Traumgarten haben, weiß ich wohin damit ;o)

    liebe Grüße
    shira

  4. Ach ja, schön! Als Dorfkind sind mir diese Vorzüge bekannt :-) Und Apfelsaft machen lassen aus eigenen Äpfeln hat mich meine ganze Kindheit begleitet. Heute entsaften der Bu und ich aus unserem eigenen Gärtlein immer nur paar Liter, gerade so viel, dass man es zügig aufbrauchen kann (wegen der Gärung). Dafür benutzen wir so einen kleinen Entsafter für den normalen Hausgebrauch, weil wir hier in der Stadt leider nichts gefunden haben, wo wir mit den vielen Äpfel hin könnten. Auf unserem Dorf, wo mein Elternhaus ist, kommt mittlerweile immer jemand mit einer mobilen Saftpresse und alle Äpfel werden zusammen geschmissen… Hach, Dorfromantik pur ;-)

  5. oh wie schön! ja, in einem dorf so richtig „zu hause“ sein zu dürfen, empfinde ich als etwas sehr wertvolles, lebensqualitätgebendes. dazu noch selbstgepresster apfelsaft – was gibts schöneres :)
    alles liebe. maria

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