Wie macht man´s richtig?

auf vielen Blogs (heute hat mich dieser Post angeregt) stößt man auf ein Thema, das mich seit Monaten schwer beschäftigt. Wie kann man, ohne zuviele Nachteile in Kauf zu nehmen oder Kompromisse eingehen zu müssen, nachhaltig, gesund und bewusst leben?

Noch vor zwei Jahren habe ich mir darüber keine Gedanken gemacht  – und das obwohl ich von Kindesbeinen an sehr Naturverbunden bin. Langsam hat sich meine Einstellung aber geändert. So eine Umsetzung von einem (für mich) „besseren“ Leben dauert, das geht nicht von heute auf morgen. Auch jetzt kann ich sicherlich noch vieles verbessern. Einige Kompromisse gehe ich bereits ein, andere kommen noch aber einige kann ich vielleicht niemals eingehen.  Man reift. Und damit auch die Einstellung zu vielen grundlegenden Dingen.

Ich habe eigentlich immer Fleisch gegessen, klar ich wohne hier in Niederbayern, viele fast alle  Gerichte sind Fleischlastig. Ich habe aber für mich entschieden, keines mehr zu essen. Nicht weil es mir nicht schmeckt (habe erst heute Nacht wieder von einem Salamibrot geträumt… tja.. Kompromisse nicht wahr… ), auch nicht – nur – weil Tiere dafür sterben müssen. Hauptsächlich habe ich aufgehört Fleisch zu essen, weil mich die Haltungs, – und Schlachtbedingungen ankotzen. Darf man das so sagen? Ich denke schon. Auch das so achtlos mit dem wertvollen Gut umgegangen wird widerstrebt mir. Natürlich könnte man nun sagen, ich esse nur Fleisch vom Biohof, lieber weniger, dafür besser… Aber wo dann die Grenze ziehen? Beispielsweise wenn man zu Besuch is(s)t. Mein Motto hier: Ganz oder gar nicht.

Früher war mir wichtig, dass mein Shampoo duftet und meine Wimperntusche schöne Wimpern macht. Heute ist mir wichtig das Naturkosmetik drauf steht und drin ist. Auch aus verschiedenen Gründen. Eigentlich bin ich da durch Zufall reingestolpert. Ich habe ja etwas längere Haare und Haare in dieser Länge benötigen etwas intensivere Pflege. Ich habe mich also eingehend damit beschäftigt und festgestellt in den herkömmlichen Produkten sind Silikone, die für die Haare echt schädlich sein können. Und wenn die schon für die Haare ungesund sind, was machen die dann mit mir? Ich habe mir also Silikonfreie Produkte gesucht (und auch gefunden) und bin dann mit meinem kompletten Sortiment umgestiegen. Angefangen bei der Wimperntusche bis hin zum Deo und zur Bodylotion. Gewöhnungsbedürftig sind diese Produkte am Anfang allemal. Weil eben die künstlichen Duftstoffe fehlen und das Shampoo die Haare anfangs komisch macht. Klar, muss ja erstmal das ganze „Gift“ raus.

Ich bin aber auch der Meinung dass das jeder für sich entscheiden muss, ob das nun die Ernährung oder Hygieneartikel oder sonstige Einstellungen angeht. Ich will niemanden in „meine “ Schiene drängen. Auch nicht meinen Freund. Er isst Fleisch, ist auch Ok für mich. Aber ich kaufe das Fleisch nicht. Wenn er welches haben will, muss er sich das selber besorgen. ;)

Das Thema werde ich sicherlich die nächsten Tage noch einmal aufgreifen, es gibt dazu einfach so viel zu sagen und viele Gedanken die noch in meinem Kopf schwirren… Aber jetzt wollen erstmal meine Hunde gelüftet werden.

Eure Subs

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2 Kommentare zu “Wie macht man´s richtig?

  1. Hi, tolle Einstellung. Warum sind nicht alle Vegetarier und „Besserleber“ so entspannt?
    Ein Tipp: man braucht kein Deo und auch keine Bodymilch…Google: die Bombe unterm Arm und Bodymilch? Wozu? Genauso ein Suchtpotential wie Silikonhaarwäsche :-) Schönen Abend wünscht RR

  2. Gute Frage: Wie macht man’s richtig?
    Ich esse seit knapp 20 Jahren kein Fleisch und Fisch mehr. Immer wieder kommt man in die Situation, dass Menschen einen fragen, ob man denn Eier, Milch, Honig etc. konsumiert. Das ist fast immer der Hinweis darauf, dass ich inkonsequent bin. Das ist auch korrekt. Ich könnte viel mehr tun. Und es umfasst ja soviel mehr als nur die Nahrung. Woher kommt meine Kleidung? Unter welchen Arbeitsbedigungen stellen die Menschen meine Dekoartikel etc. her? Was ist mit meinem Strom?
    Ich habe noch einen langen Weg vor mir, bin mir allerdings auch im Klaren darüber, dass, wenn ich nicht als Eremit leben möchte, ich immer einen Kompromiss zwischen Nachhaltigkeit und Praktikabilität wählen muss.
    Schön, dass du das Thema ansprichst!

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